Mittwoch, 21. Februar 2024

Emnid: Große Mehrheit für private Seenotretter

22. Juli 2018 | Kategorie: Nachrichten, Politik

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die große Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage von Emnid auf der Seite der privaten Seenotretter.

Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts für „Bild am Sonntag“ finden es 75 Prozent der Deutschen richtig, dass private Hilfsorganisationen Flüchtlinge im Mittelmeer retten. Nur 21 Prozent sehen das nicht so.

38 Prozent denken, dass die Retter das Geschäft der Schlepper unterstützen. Eine Mehrheit von 56 Prozent glaubt das aber nicht.

Bei der Frage, wohin im Mittelmeer gerettete Menschen gebracht werden sollen, sind die Deutschen gespalten. 43 Prozent sprachen sich für Nordafrika aus, 42 Prozent dafür, dass die Menschen nach Europa dürfen.

Eine Mehrheit der Deutschen will weniger Flüchtlinge aufnehmen. Nur sieben Prozent wollen, dass Deutschland mehr Flüchtlinge als bisher aufnimmt. 30 Prozent sagten, es sollten etwa so viele wie derzeit aufgenommen werden. 42 Prozent wollen, dass es weniger werden. Elf Prozent sind gegen jede Aufnahme.

Für die Umfrage hatte Emnid am 19. Juli genau 505 Personen befragt. Fragen: „Halten Sie es für richtig, dass private Hilfsorganisationen Flüchtlinge im Mittelmeer retten?“ / „Der Vorwurf an diese privaten Hilfsorganisationen lautet, sie würden dadurch das Geschäft der Schlepper unterstützen. Halten Sie diesen Vorwurf für berechtigt?“ / „Sollten die im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge nach Europa gebracht oder wieder an die nordafrikanische Küste zurückgebracht werden?“ / „Wie viele Flüchtlinge sollte Deutschland in Zukunft aufnehmen?“ (dts Nachrichtenagentur) 

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

3 Kommentare auf "Emnid: Große Mehrheit für private Seenotretter"

  1. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Die Menschen, die diese Boote besteigen, rechnen von vornherein gar nicht damit, wirklich die ganze Strecke mit dem Schlauchboot zurückzulegen. Die »Seenotrettung« ist Kalkül und die Menschen machen sich nur auf den Weg, weil es das Angebot von »Sea-Eye«, »SOS Méditerranée«, »SeaWatch«, »Ärzte ohne Grenzen«, »Jugend rettet«, »MOAS« usw. gibt, die Menschen nach Europa zu transportieren. Das ist dann wohl auch der Grund, warum die »Aquarius« die im Meer aufgelesenen Menschen nicht zum nächsten sicheren Hafen oder wenigstens zum Migrationszentrum in Tunis brachte, sondern lieber eine Odyssee bis nach Spanien in Kauf nahm.

    Wer sich also über die tragischen Bilder aus dem Mittelmeer empört, sollte sich klarmachen: Ohne die Schleuser-Angebote der Seenotschlepper würde nix laufen!

  2. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Wer sich also über die tragischen Bilder aus dem Mittelmeer empört, sollte sich klarmachen: Ohne die Schleuser-Angebote der Seenotschlepper würden sich die Menschen nicht in diese Gefahr begeben. Außerdem ist der Definition nach eine »Seenot« eine unverschuldete Notlage – in dem Fall bringen sich Menschen vorsätzlich in Gefahr. Man könnte es also treffender als »Seenötigung« bezeichnen.

    Die politische Antwort kann daher nur heißen, jegliche Anreize für eine illegale Einreise zu streichen.

  3. reiner tiroch sagt:

    Emnid schon wieder mit bestellter Meinung, ha? große Mehrheit für private Seenotretter? auch von der AFd? holt weiter bestellte …. von der Merkel her, und die Bürger werden es euch aber sowas von Danken, gell? jeder der für die Retterei ist, vom dem fordere ich dass er 1-2 … privat aufnehmen muss, gell?