Montag, 21. Oktober 2019

Ehre fürs Ehrenamt: Stadt Landau verleiht Ehrenamtspreis 2017 an Förderverein der Katharinenkapelle

1. Juni 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Landau, Regional
Stadtvorstand mit Preisträger: Oberbürgermeister Thomas Hirsch (r.), Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (2.v.l.), Beigeordneter Rudi Klemm (l.) und Bernhard Scholten, Vorsitzender des Fördervereins Katharinenkapelle, bei der Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Landau. Foto: ld

Stadtvorstand mit Preisträger: Oberbürgermeister Thomas Hirsch (r.), Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (2.v.l.), Beigeordneter Rudi Klemm (l.) und Bernhard Scholten, Vorsitzender des Fördervereins Katharinenkapelle, bei der Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Landau.
Foto: ld

Landau. Eine schönere Geburtstags-Location hätte man sich kaum vorstellen können: Im Kreuzgang der Augustinerkirche und dem angrenzenden Pfarrheim Heilig Kreuz feierte die Stadt Landau ihren diesjährigen Stadtgeburtstag.

Am 30. Mai des Jahres 1274 hatte Landau durch König Rudolf I. von Habsburg die Stadtrechte erhalten. Den Jahrestag ihrer Geburtsstunde feiert die Stadt seit dem vergangenen Jahr mit der Verleihung des Landauer Ehrenamtspreises. Preisträger in diesem Jahr ist der Förderverein der Katharinenkapelle. Der Vorsitzende Bernhard Scholten nahm die Auszeichnung aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Hirsch entgegen.

„Heute vor 743 Jahren wurden Landau die Stadtrechte verliehen“, begann der OB seine Ansprache. „Der Stadtgeburtstag soll uns Anlass sein, um innezuhalten und dankbar zu sein, dass wir in einer so schönen Stadt und einem so wohlhabenden Land leben dürfen. In der Landauer Stadtgeschichte hat es immer Menschen gegeben, die sich für andere eingesetzt, die sich in den Dienst der Gesellschaft und der guten Sache gestellt haben. Ihnen möchten wir am Stadtgeburtstag unseren besonderen Dank aussprechen.“

Er freue sich, den zweiten jemals verliehenen Ehrenamtspreis an den Förderverein der Katharinenkapelle übergeben zu dürfen, so der Stadtchef. „Die Mitglieder setzen sich seit der Vereinsgründung im Jahr 2002 unermüdlich für den Erhalt und die Sanierung der Katharinenkapelle ein.

Für die Außensanierung in den Jahren 2007 bis 2010 generierte der Verein mehr als 180.000 Euro an Spenden – und auch für die anstehende, dringend erforderderliche Innensanierung, die das Gotteshaus wieder in altem Glanz erstrahlen lassen soll, ist der Verein auf einem guten Weg.“ Die Verleihung des Ehrenamtspreises solle Öffentlichkeit für die Arbeit und das Anliegen des Vereins schaffen, betonte Hirsch.

Der OB erinnerte in seiner Ansprache an weitere historische Bauwerke in Landau, die in der Vergangenheit durch bürgerschaftliches Engagement erhalten, saniert bzw. einer neuen Nutzung zugeführt werden konnten, darunter das Frank-Loebsche Haus, das Alte Kaufhaus und die Jugendstil-Festhalle. Diese Erfolge sollten auch Mutmacher für andere Initiativen, etwa die zur Rettung des Hause zum Maulbeerbaum sein, bekräftigte der Stadtchef.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung unter anderem vom Landauer Frauenchor, der auch regelmäßig für den guten Zweck in der Katharinenkapelle auftritt. Foto: ld

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung unter anderem vom Landauer Frauenchor, der auch regelmäßig für den guten Zweck in der Katharinenkapelle auftritt.
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Er wolle den Mitgliedern des Fördervereins der Katharinenkapelle für deren besonderes Engagement zum Erhalt eines besonderen Bauwerks im Herzen der Stadt danken, so der OB. Sein Dank gelte aber auch ALLEN Ehrenamtlichen, die sich in Landau in verschiedenen Bereichen engagieren.

Das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Verbindung mit großer Hilfsbereitschaft und gelebter Mitmenschlichkeit sei ein wichtiger Baustein des gesellschaftlichen Miteinanders und trage maßgeblich zur Lebensqualität in der Stadt bei. Im Zuge der Preisverleihung präsentieren zahlreiche Vereine und Organisationen sich und ihre ehrenamtliche Arbeit im Kreuzgang der Augustinerkirche.

Der Vorsitzende des Fördervereins Katharinenkapelle, Bernhard Scholten, erinnerte in seiner Dankesrede an die bewegte Geschichte des Gotteshauses. Erbaut 1344 für die Gemeinschaft der Beginen, einer halbklösterlichen Frauenvereinigung, die sich in der Krankenpflege engagierte, wurde die Kapelle im Laufe ihrer langjährigen Geschichte unter anderem als Pulvermagazin, Gefängnis, Weinkeller und Markthalle genutzt.

Heute, so betonten Scholten und Hirsch, sei die Kapelle eine Ort der Stille, der den Menschen die Möglichkeit böte, inmitten der Innenstadt für einen Moment zur Ruhe zu kommen; zugleich aber auch ein Ort der Begegnung. Der Förderverein veranstaltet regelmäßig Konzerte in dem Gotteshaus, um Spenden für die Sanierung zu sammeln. Regelmäßiger Gast ist der Landauer Frauenchor, der jedes Jahr am Namenstag der Heiligen Katharina im November in der Kapelle auftritt.

Auch die musikalische Begleitung der Preisverleihung des Ehrenamtspreises übernahm auf Einladung von Oberbürgermeister Hirsch der Frauenchor.

Der OB dankt den Chormitgliedern um Chorleiter Wolfgang Sieber sowie den Geschwistern Becker, die ebenfalls bei der Preisverleihung auftraten, für die stimmungsvolle Untermalung der Veranstaltung. Sein besonderer Dank gelte auch Künstler Xaver Mayer, der die Grafik, die dem Förderverein überreicht wurde, gestaltet hatte. Diese stellt künstlerisch das Engagement des Vereins dar.

Alle Benefiz-Veranstaltungen des Fördervereins der Katharinenkapelle werden auf der Internetseite www.katharinenkapelle.de bekanntgegeben.

Der Verein hoffe, in etwa eineinhalb Jahren mit der Innensanierung des Gotteshauses beginnen zu können, so Vorsitzender Scholten. Dann erstrahle das komplette „Kulturdreieck“ im Herzen der Altstadt, bestehend aus Frank-Loebschem Haus, Altem Kaufhaus und Katharinenkapelle, in neuem Glanz. (ld)

Im Zuge der Preisverleihung präsentierten zahlreiche Vereine und Organisationen sich und ihre Arbeit im Kreuzgang der Augustinerkirche. Foto: ld

Im Zuge der Preisverleihung präsentierten zahlreiche Vereine und Organisationen sich und ihre Arbeit im Kreuzgang der Augustinerkirche.
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