Dienstag 13.Oktober 2026

Durchsuchungen im Fall Rebecca Reusch – Verdacht auf Tötungsdelikt

20. Oktober 2025 | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts Nachrichtenagentur

Tauche  – Mehr als 100 Polizeibeamte haben am Montagvormittag im Fall der seit 2019 vermissten Rebecca Reusch ein Grundstück in Tauche-Lindenberg im Landkreis Oder-Spree durchsucht.

Die Maßnahme fand unter Federführung der Berliner Mordkommission und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin statt, wie die Polizei mitteilte.

Nach aktuellen Ermittlungserkenntnissen gebe es Anhaltspunkte dafür, dass der mittlerweile 33 Jahre alte Schwager der Vermissten die damals 15-Jährige getötet und ihre Leiche sowie persönliche Gegenstände vorübergehend auf dem Grundstück seiner Großeltern in Tauche gebracht haben könnte. Unterstützt wurde der Großeinsatz von Beamten des Bundeskriminalamts, die unter anderem ein Bodenradar einsetzten.

Die Polizei bat die Öffentlichkeit um Zurückhaltung: „Dass die heute begonnenen Durchsuchungen zu dem erhofften Durchbruch führen, wird wahrscheinlicher, wenn diese möglichst ungestört durchgeführt werden können.“ Seit dem Verschwinden Rebeccas am 18. Februar 2019 waren über 3.000 Hinweise bei der Mordkommission eingegangen.

Chronologie des Falls

  • 7. Februar 2019: Rebecca Reusch, 15 Jahre alt, verbringt die Nacht bei ihrer Schwester Jessica und deren Ehemann Florian R. in Berlin-Britz.

  • 18. Februar 2019, ca. 7:00 Uhr: Jessica verlässt das Haus, um zur Arbeit zu fahren, und lässt Rebecca mit Florian zurück. Rebecca wird später nicht mehr lebend gesehen. Ihre Handyverbindung zum WLAN ihrer Schwester endet um 7:46 Uhr. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sie das Haus lebend verlassen hat. 

  • 18. Februar 2019, Nachmittag: Rebecca wird als vermisst gemeldet. Die Polizei beginnt mit den Ermittlungen.

  • 19. Februar 2019: Florian R. unternimmt zwei Autofahrten in Richtung Polen, die von Kennzeichenerkennungssystemen erfasst werden. Er gibt keine plausible Erklärung für diese Fahrten. 

  • April 2023: Die Polizei durchsucht das Haus von Florian R. und führt akustische Tests durch. Es werden keine belastbaren Beweise gefunden.

(red / dts Nachrichtenagentur)

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