
Alexander Dobrindt (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Nach dem vereitelten mutmaßlichen Anschlag mit einer Bombendrohne auf dem Flughafen Leipzig warnt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor einer anhaltend hohen Bedrohung Deutschlands durch hybride Angriffe aus dem Ausland.
Dobrindt sagte der „Bild am Sonntag“: „Das spürbare strategische Ziel fremder Mächte ist es, uns politisch und gesellschaftlich zu bezwingen. Verunsicherung, das Schüren von Ängsten, Destabilisierung sind Wesensmerkmal hybrider Attacken. Darauf müssen wir uns weiter einstellen.“
Er fügte hinzu, man befinde sich nicht im Krieg, aber man sei „tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“. Spionage, Sabotage, Cyberangriffe oder „verdeckte Aktionen fremder Mächte mit dem Ziel, Deutschland zu destabilisieren oder direkt Schaden zuzufügen“, seien „ständige Realität“.
Vor diesem Hintergrund wollen Dobrindt und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) die Forschung zur Drohnensicherheit ausbauen. Am 18. August soll am Testflughafen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt in Sachsen-Anhalt eine neue Forschungseinrichtung für Drohnensicherheit errichtet werden. „Das Wettrüsten der Drohnentechnologie erfordert eigene Forschungseinheiten, um Schritt halten zu können“, sagte Dobrindt.
Gemeinsam mit dem DLR errichte man mit dem neuen Technologiezentrum eine bundesweit „einzigartige Einrichtung“, in der „innovative Technologien“ für die Drohnensicherheit in Reallaboren erforscht, entwickelt und erprobt würden. Ziel sei es, wissenschaftliche Exzellenz, technologische Innovation und die Anforderungen der Sicherheitsbehörden zusammenzuführen.
Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann warnt gegenüber der „Bild am Sonntag“: „Wir erleben eine terroristisch-militärische Bedrohung der neuesten Art, die vor allem hinsichtlich der Entwicklungsdynamik nicht unterschätzt werden darf.“ Deutschland müsse zum Schutz der kritischen Infrastruktur sowohl beim Beschaffungs- und Entwicklungsprozess als auch technologisch „jederzeit aktiv vor der Lage sein“. (dts Nachrichtenagentur)
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