Fast Food hat schon immer einen schlechten Ruf. Es ist fettig, hat zu viele Kalorien und zu wenig Ballaststoffe und macht krank und dick.
So die allgemeine Meinung vieler Deutscher. Zudem wird aufgrund mehrerer Skandale an den Inhaltsstoffen und den hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung der Mahlzeiten gezweifelt.
Nicht zuletzt wird die Fast-Food-Industrie dafür kritisiert, ihren Angestellten zu wenig zu zahlen. Doch ist diese Kritik berechtigt? Und was unternehmen die verschiedenen Fast-Food-Ketten, um ihren Ruf zu verbessern?
Nachdem in den letzten Jahren der Trend zu gesunder und bewusster Ernährung immer mehr zunimmt, haben verschiedene Fast-Food-Franchises ihre Marketingstrategien verändert, um dem Wandel in der Lebensmittelindustrie gerecht zu werden.
Firmen wie McDonalds werben damit, nachhaltig angebaute Produkte aus der Region zu verwenden. Auch die Änderungen der Speisekarten der großen Fast-Food-Läden sind deutlich zu erkennen. Unternehmen wie Dominos Pizza bieten immer mehr Salat und andere vegetarische Produkte an, um den Kunden eine gesündere Alternative zu Burger und Pommes zu ermöglichen.
Allerdings legen die Fast-Food-Riesen noch immer nicht ihre kompletten Zusatzstoffe in den Produkten offen. Seit Jahren wird in diesem Zusammenhang vom „Hamburger, der nicht schimmelt“ gesprochen. Experten bezeichnen die Produkte, vor allem die Burger der großen amerikanischen Fast-Food-Ketten, als reine Chemie und sprechen ihnen sogar den Titel „Lebensmittel“ ab, da die Produkte mit einem Chemiebaukasten hergestellt sein sollen.
Ob es wirklich so schlimm ist, lässt sich durchaus diskutieren, allerdings sollte jedem klar sein, dass die Produkte bei übermäßigem Verzehr auf lange Sicht gesehen nicht gesund sind.
Neben diesem Problem kam der Lebensmittelskandal bei Burger King hinzu, die die ganze Fast-Food-Industrie in Deutschland schwer traf. Nachdem eine RTL-Sendung aufdeckte, dass der größte Franchise-Nehmer des Unternehmens in Deutschland sich nicht an die vorgeschriebenen Hygienestandards hielt, war fast jede 8. Filiale in Deutschland von einer Schließung bedroht.
Das Unternehmen hatte sich, nachdem öffentlich wurde, dass der Franchise-Nehmer alte Produkte neu deklariert, und diese verkauft habe, gegen Arbeitsverträge verstieß und den Angestellten die Gehälter nicht regelmäßig zahlte, von diesem getrennt und eine Marketingoffensive gestartet, um klar zu machen, dass es sich hier um einen Einzelfall handelte.
Aber nicht nur Burger King, sondern alle kleinen und großen Fastfood-Ketten werben mit dem Ziel, der Bevölkerung ein gesünderes Bild von ihren Produkten zu vermitteln. Sogar Lieferservices wie pizza.de haben sich auf den Wunsch der Kunden eingestellt, gesündere Nahrung zu konsumieren. So kann man inzwischen durch einen Filter gezielt nach vegetarischen oder veganen Mahlzeiten suchen, und sich so diese bequem nach Hause liefern lassen.
Der Wandel der Industrie hat auf jeden Fall etwas Gutes – gestiegene Transparenz für den Kunden. Diese wird in Zukunft sehr wichtig sein, denn es ist davon auszugehen, dass in der Bevölkerung das Bewusstsein für gesunde Lebensmittel weiter ansteigt.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken




Pommes Frites und Hamburger machen Kinder und Jugendliche nicht nur dick, sondern womöglich auch krank. Eine internationale Forschergruppe, darunter die Ulmer Epidemiologinnen ...
Berlin – Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) droht vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Systemgastronomie mit Warnstreiks bei den ...
Washington – Der tägliche Kontakt mit übergewichtigen Arbeitskollegen kann einer Studie zufolge Folgen für die eigene Figur haben. Nach einem Bericht des ...
Calgary – Eine kalorienreiche Ernährungsweise, im Englischen auch „Cafeteria-Ernährung“ genannt, kann zu einem erhöhten Schlaganfall-Risiko bereits in jungen Jahren führen. Das fanden ...
Höhr-Grenzhausen – Der heutige Lebensstandard ist ohne feuerfeste Werkstoffe nicht denkbar. Alle industriellen Prozesse, die hohe Temperaturen erfordern, müssen zum Schutz der ...
Spiralschläuche verrichten ihre Arbeit oft im Hintergrund. Und auch im Blickfeld sind sie keine besonders auffälligen Hauptdarsteller. Dennoch stehen sie sinnbildlich für ...
Ludwigshafen. Der Exportboom hält an: Die Exportquote in der Pfalz ist im vergangenen Jahr nochmals gestiegen und erreicht einen Wert von 62%. ...
Berlin – Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erhält für seine bevorstehende Iran-Reise deutliche Rückendeckung von der deutschen Industrie, zugleich fordert die Wirtschaft aber ...
Kandel – „Ja, so war, ja so war des Jürgen Burgherrn Zeit“: Mit diesem Songtext auf der musikalischen Basis der „oiden ...
Berlin – Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern in Bayern werfen der Staatsregierung in München vor, das Integrationsgesetz zu torpedieren und ...
Berlin – Deutschlands Industrie schafft es trotz eklatanten Fachkräftemangels nicht, genügend Frauen für sich zu gewinnen. Die allermeisten Mädchen denken gar nicht ...












