Mittelhaardt. Jubel, Trubel, Weihnachtszeit. Von den Glanz-und-Gloria-Märkten gibt es in der Adventszeit jede Menge.
Aus unverwechselbar wird immer häufiger austauschbar. Doch noch gibt es sie, die zauberhaften Orte, die es wirklich lohnt vor Weihnachten zu besuchen. Die Weihnachtsmärkte entlang der Deutschen Weinstraße -Mittelhaardt- zeichnen sich durch einzigartiges Ambiente und die Dichte an verschiedenen Veranstaltungen aus. Ab 27. November öffnen die Märkte – das Weihnachtsmarkt-Hopping kann beginnen.
Genuss-Konzept in Neustadt
Der Neustadter Weihnachtsmarkt der Kunigunde (27.11. bis 22.12.) wird auch dieses Jahr an den ersten drei Adventswochenenden um einen Genussmarkt erweitert. Ein Gang durch die Höfe von Rathaus, Michel’schen Hof und Vizedomei in der Neustadter Altstadt ist dann eine kleine kulinarische Reise durch Europa und die Pfalz. Tipp: Weihnachtliche Genuss-Events wie das zweite Neustadter Glühwein-Testival, das piemontesische Abendessen oder die SlowFood-Party. Traditionelle Weihnachtsromantik gibt es außerdem täglich auf dem großen Marktplatz neben der Stiftskirche und dem Juliusplatz.
Individualität dank Kunsthandwerk in Deidesheim
Ein Klassiker: Gefühlt alle Welt besucht in der Vorweihnachtszeit den Deidesheimer Advent (1. – 4. Advent). Aber was soll man sagen: Er ist einfach schön. Über das gesamte Marktgeschehen wacht der Marktmeister Klaus Eichberger, der in seiner traditionellen Kleidung für Recht und Ordnung sorgt. Mehr als 100 Aussteller schaffen auf der „Himmlischen Meile“ zwischen Marktplatz, Bahnhofstraße und Stadtplatz eine Weihnachtswelt voller Engel, Krippenfiguren, Christbaumschmuck und Kunsthandwerk.
Ausgefallene Geschenkideen: Bobenheim am Berg und Neuleiningen
Die Ausgewogenheit zwischen dem hohen kulinarischen Niveau und dem handwerklichen Angebot, spricht für viele Weihnachtsmärkte an der Deutschen Weinstraße. Das übliche Buden-Allerlei sucht man hier vergebens. Stattdessen sind ausgefallene Geschenkideen garantiert. So auch auf dem Weihnachtsmarkt im mittelalterlichen Burg- und Weindorf Neuleiningen (1. und 2. Advent) und dem Belzenickelmarkt in Bobenheim am Berg (1. Advent).
Freinsheim: Krippenspiel mit Laienschauspielern
Nicht weit davon lädt Freinsheim (1. – 4. Advent) zum Besuch des Weihnachtsmarktes im Herzen der Altstadt ein. Jeweils Samstag und Sonntag gibt es um 17 Uhr vor dem Historischen Rathaus ein Krippenspiel mit Laienschauspielern „uff pälzisch“.
Budenzauber in Haßloch
Über 40 Buden, der Ortskern und das Rathaus werden in Haßloch kunstvoll beleuchtet, während unzählige Lichter an Bäumen und Sträuchern den Platz in eine stimmungsvolle Atmosphäre tauchen. Der „Weihnachtsmarkt der tausend Lichter“ in Haßloch (1. – 4. Advent) bietet zudem Bühnenprogramm, Kutschfahrten und eine „Waldweihnacht“ für Familien.
Mystische Orte für vorweihnachtliche Märkte
Mitten im Pfälzerwald laden die Adventsveranstaltungen „Weihnachten am Ziegenstall“ in Esthal (2. Advent), der Weihnachtsmarkt am Naturfreundehaus im Kohlbachtal (1. Advent) oder die „Romantische Waldweihnacht“ (3. Advent) am Haus der Nachhaltigkeit, Johanniskreuz, ein. Märchenhaft wird es in Lambrecht (1. Advent): Die Aussteller rund um die ehemalige Klosterkirche und im Zunfthaus verkaufen individuell angefertigte Geschenke, angefangen vom Strickstrumpf bis hin zur Praline.
Bad Dürkheimer Advent
Nach der erfolgreichen Wiedereinführung vergangenes Jahr geht der Bad Dürkheimer Advent 2017 in die nächste Runde (geöffnet an allen vier Adventswochenenden). Zwischen Kurpark, Ludwigsplatz und Römerplatz laden Geschäfte und Handwerkerstände zum Bummeln ein.
Achtung – Weihnachtsmärkte dieses Jahr einen Tag kürzer
Einst wurde übrigens auf der Limburg bei Bad Dürkheim der Zeitraum für die Adventszeit für das gesamte christliche Abendland festgelegt. Dieses Jahr fallen der vierte Advent und Heiligabend zusammen. Die Kommunen entlang der Deutschen Weinstraße -Mittelhaardt- halten es traditionell. Die Weihnachtsmärkte öffnen erst nach dem Totensonntag (26. November) und schließen am 23. Dezember.
Zwischen Bockenheim und Neustadt an der Weinstraße gibt es in dieser Zeit außerdem eine Reihe weiterer kleiner, feiner Märkte. Orte, wo es oft nur ein einziges Wochenende im Jahr nach Lebkuchen und Bienenwachs duftet und die es lohnen, dass sie nach und nach angesteuert werden. Mit dem öffentlichen Nahverkehr schafft man auch mehrere Weihnachtsmärkte an einem Tag.
Informationen: www.deutsche-weinstrasse.de/weihnachten

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