Freitag, 03. April 2020

Das wurde aus der Dotcom-Blase – So beeinflusst die geplatzte Spekulationsblase unser Leben bis heute

27. Februar 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Freizeit & Hobby, Ratgeber, Vermischtes

Vieles aus der analogen Welt hat sich heutzutage in die digitale verlagert.
Symbolbild dts Nachrichtenagentur

Rund um das Jahr 2000 und die Jahrtausendwende prägte der Begriff „New Economy“ unser Leben nachhaltig.

Auch wenn sich heute nicht mehr viele an die New Economy Krise erinnern, hat sie bis heute Einfluss. New Economy bezeichnet den Wechsel von einer auf Waren ausgerichteten Wirtschaftsweise hin zu Dienstleistungsangeboten.

Insbesondere im Zuge der zunehmenden Digitalisierung erlebte die New Economy einen Boom. Plötzlich konnte man ein Buch im Internet kaufen oder Spiel Automaten online spielen – etwas, das es vor der Dotcom-Ära nicht gab. IT- und Webdienstleister sprießten aus dem Boden, zahlreiche sogenannte Dotcom-Unternehmen entstanden, vor allem in westlichen Industrieländern. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich eine Spekulationsblase rund um die neuen Dotcom-Unternehmen, die schließlich im Jahr 2000 platzte und bei Investoren für große Verluste sorgte. Besonders Kleinanleger, die in die Dotcom-Branche investiert hatten, mussten erhebliche finanzielle Einbusen einstecken.

Die Boom-Phase

Bevor die Spekulationsblase im März 2000 platzte, erlebten Dotcom-Unternehmen einen jahrelangen Boom. Ab dem Jahr 1995 gründeten sich etliche neue Unternehmen, die sich auf Webdienstleistungen spezialisiert hatten. Etwas, das es in der bis dahin vor allem auf den Warenverkauf ausgerichteten Wirtschaft so noch nicht gegeben hatte.

Viele der neuen und noch jungen Unternehmen gingen an die Börse und da die Technologiebranche als die Branche der Zukunft galt, investierten viele Anleger ohne großes Zögern viel Kapital in Aktien der jungen Unternehmen. Auch viele Erst- und Kleinanleger erwarben Aktien, da sie sich ein starkes Wachstum der Webdienstleistungsunternehmen erhofften, sowie hohe Gewinne für verhältnismäßig geringe Investitionen. Ab Mitte des Jahres 1999 vervielfachte sich binnen weniger Monate die Börsenbewertung etlicher Unternehmen durch die hohe Nachfrage, insbesondere durch Neuanleger mit geringen Kenntnissen der Börse.

Der Absturz und das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000

Gegen Ende des Dotcom-Aktienbooms zeichnete sich bereits ab, dass die zahlreichen hoch bewerteten Unternehmen ihre Gewinnerwartung nicht erfüllen können. Da New Economy Produkte zumeist nicht durch einen materiellen Gegenwert gedeckt waren, verfügten die meisten der damals neuen IT-Unternehmen über einen sehr geringen Buchwert.

Als die ersten Unternehmen Insolvenz anmelden mussten, kamen unter den Anlegern erste Zweifel an den von den Unternehmen angegeben hohen Umsätzen auf. Die Aktienwerte der Dotcom-Unternehmen begannen schnell zu sinken, was zu Panikverkäufen bei den Anlegern führte und schließlich den Markt im März 2000 zum Einsturz brachte. Die Spekulationsblase war geplatzt.

So beeinflusst die Dotcom-Blase unser Leben heute

Obwohl die Dotcom-Blase Anleger viel Geld gekostet hat, profitiert die IT-Branche noch heute von ihr. In der Hochphase flossen Unmengen an Geld in Tech-Unternehmen und das schloss auch Telekommunikationsunternehmen mit ein.

Obwohl das Geld der Anleger teilweise für kriminelle und unseriöse Machenschaften genutzt wurde, vor allem in Deutschland, floss auch ein großer Teil des Boom-Kapitals in den Ausbau technologischer Infrastruktur, die die Basis für unser heutiges Internet bildet und dessen Ausbau nachhaltig gefördert hat. Indirekt profitieren IT-Unternehmen bis heute vom ehemaligen Boom.

Auch wurden die Lehren aus den Verfehlungen der New Economy gezogen. Die technologiebasierte Dienstleistungsbrache hat sich modernisiert und bietet heute einen sicherenService an.

Ein interessantes Beispiel für die Modernisierung der New Economy Wirtschaftsweise sind Online-Casinos. Wie kaum eine andere Industrie hat die Glücksspielindustrie vom Digitalen Boom profitiert. Millionen Spieler weltweit sind auf Online-Casinos und Glücksspielseiten aktiv, haben Spaß bei Spielen wie etwa Jewel Blast und nutzen einen Service, den es so bis vor wenigen Jahren noch nicht zur Verfügung stand. Mehr noch: Online-Casinos haben heute längst das klassische Casino und Spielhallen abgelöst. Etwas, dass sich in anderen Branchen auch vermehrt zeigt.

Im Zuge des digitalen Booms haben sogar einige kleinere Casinos und Spielhallen geschlossen, der Markt hat sich auf den Online-Markt verlagert. Nutzer schätzen die Anonymität und den einfachen Service, den Online-Casinos bieten.

Glücksspielseiten sind wegweisend für die Veränderung des Markts und zeigen auf, wie sowohl Nutzer als auch Unternehmer vom Digitalen Boom deutlich profitieren können. Klar ist: aus Fehlern der Vergangenheit wurde gelernt.

 

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