
Gemeinsam für den Gewässerschutz der Queich: die Teilnehmer des Treffens in Birkweiler.
Foto: kv süw
Ehrenamtliche Bachpaten aus Ortsgemeinden entlang der Queich, Landrat Dietmar Seefeldt und Vertreter der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt als Obere Wasserbehörde und der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße als Untere Wasserbehörde sind am 5. Oktober in Birkweiler zusammengekommen.
„Gemeinsam wollen wir zukünftig den Zustand der Queich gründlich im Fokus behalten“, so Landrat Seefeldt. Daher stand bei dem erneuten Treffen, das auf Einladung des Landrats stattfand, unter anderem eine Schulung in Sachen Wasserproben-Entnahme auf der Tagesordnung.
Ebenso ging es darum, Informationen zum Sachstand im Zusammenhang mit den Schadereignissen vom Frühjahr auszutauschen. Im April waren mehrfach Eintrübungen und Schaumbildungen auf der Queich zwischen Albersweiler und Landau eingetreten. Am 22. April 2021 gab es ein massives Fischsterben.
In Zukunft werden Datenlogger eingesetzt werden, also kleine Geräte, die die Wasserqualität der Queich an verschiedenen Standorten kontinuierlich messen, speichern und weitergeben. Konkret werden die Geräte Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und elektrische Leitfähigkeit beobachten.
Ein weiterer wichtiger Baustein des Gewässerschutzes der Queich ist die Optimierung der Meldekette: Wenn es nochmal zu einer gravierenden Verschmutzung der Queich kommen sollte, werden neben der Kläranlage Annweiler künftig auch die Kläranlagen Landau und Offenbach informiert, die unverzüglich an festgelegten Standorten weitere Proben nehmen.
Diese Probenentnahmen werden künftig im Ernstfall ergänzt durch weitere Proben der ehrenamtlichen Bachpaten. Damit die Proben alle einheitlich genommen und die Ergebnisse vergleichbar sind, informierte das Labor der SGD Süd aus Kaiserslautern beim gestrigen Vor-Ort-Termin über die Vorgehensweise.
Ursache für Fischsterben unbekannt
Nach den Verschmutzungen und dem Fischsterben im April diesen Jahres hatte die Kriminalpolizei ermittelt. Zahlreiche Wasserproben wurden am Schadenstag und danach genommen. Die Laborwerte erlaubten jedoch keine Rückschlüsse auf die Ursache der Verunreinigungen und des Fischsterbens.
Es gab Begehungen und örtliche Kontrollen, sowohl durch die Polizei als auch durch die Untere und die Obere Wasserbehörde und das Landesamt für Umweltschutz, außerdem konkrete Nachforschungen bei an der Queich anliegenden Gewerbebetrieben. Die Stadtwerke Annweiler haben das Albersweilerer Kanalsystem aufwendig auf Fehlanschlüsse untersucht. Trotz all dieser Anstrengungen konnte die Ursache für das Fischsterben nicht ausfindig gemacht werden.
Das vom Landkreis Südliche Weinstraße hierzu beauftragte Gutachten ist öffentlich einsehbar unter https://www.suedliche-weinstrasse.de/de/aktuelles/meldungen/queichverunreinigung.php .
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