
Annegret Kramp-Karrenbauer, die Kreisvorsitzenden, Redner, Landräte und Preisträger beim offiziellen Gruppenfoto.
Fotos: Pfalz-Express/Ahme
Landau. Die CDU Südpfalz lud zu ihrem traditionellen Südpfalztreffen in die Jugendstilfesthalle Landau ein.
Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart, Dorothea Müller (Kreisvorsitzende Landau) und Marcus Ehrgott (Kreisvorsitzender SÜW) hatten dieses Mal die Generalsekretärin der CDU Deutschlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, als Ehrengast und Festrednerin eingeladen.
Die musikalische Unterhaltung hatten Peter Kusenbach und seine „Südpfalzbrass“ übernommen.
Im Rahmen der „Aktion Menschlichkeit“ wurden Bürger der Südpfalz ausgezeichnet, die sich in bemerkenswerter Weise für Gemeinsinn und Solidarität einsetzen. Bei der Tombola gab es attraktive Preise zu gewinnen.

Ausschnitt aus der gut bestückten Tombola.
Auch überregionale Medien hatten sich in der Festhalle eingefunden, denn mit Kramp-Karrenbauer, hatte sich auch eine der drei Bewerber um den Bundes-CDU-Vorsitz nach Landau begeben.
„Wir haben einen Volltreffer mit Ihnen gelandet“, sagte Thomas Gebhart zur Begrüßung. In einer Zeit, in der es „unserem Land gut geht“, schwinde das Vertrauen in die Politik. Man müsse deshalb Antworten auf neue Herausforderungen finden, so Gebhart.
Merkels Entscheidung, den Parteivorsitz aufzugeben, beweise ihre Souveränität und Größe. Sie habe Großes für das Land geleistet. Drei hervorragende Kandidaten stünden nun bereit. Das bessere Konzept werde gewinnen. „Der Partei und der Demokratie kann nichts Besseres passieren“, so Gebhart.

Annegret Kramp-Karrenbauer fühlte sich in Landau sichtlich wohl.
Landaus OB Hirsch als Hausherr wies in seiner kurzen Rede auf die Wichtigkeit kommunaler Arbeit hin. „Die kommunale Arbeit ist wichtig für das Funktionieren einer Gesellschaft“. Hirsch mahnte eine angemessene und bessere Finanzausstattung der Kommunen an und wünschte sich, dass die Politik auch den ländlichen Raum besser im Blick habe. „Da haben wir in Julia Klöckner eine gute Fürsprecherin“.
Dies bestätigte auch Landtagsabgeordnete Christine Schneider, die als Moderatorin durch das Programm führte.

Kramp-Karrenbauer: „Es ist beschämend, dass Menschen auf eine Tafel angewiesen sein müssen.“
Annegret Kramp-Karrenbauer freute sich, in einem solch beeindruckenden Ambiente wie der Jugendstilhalle sprechen zu dürfen.
Wer jedoch gehofft hatte, dass sich der Gast zu seiner Kandidatur äußern würde, hatte sich getäuscht: „Es wäre dies ein Zeichen der groben Missachtung der Preisträger. Das ist heute nicht die Bühne dafür“, so Kramp-Karrenbauer entschieden.
Stattdessen schilderte sie aus ihrer Sicht, was die drei Preisträger der Aktion Menschlichkeit für die Gesellschaft bewirkten.
Steuer, Haftungsfragen, etc.: Die Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen, damit das „Ehrenamt frohen Herzens möglich ist“.
In ihrer halbstündigen Festrede (siehe Audio-Datei)
sprach sie über nationale und europäische Politik, über Arbeitslosigkeit der französischen Nachbarn, über die Rolle Europas als Zukunftsförderer Afrikas und über soziale Gerechtigkeit: „Kinder sind unsere Schatz, sie müssen sich entwickeln können“.
Im Mittelpunkt stand, wie immer das ehrenamtliche Engagement der Südpfälzer. In diesem Jahr hatte der CDU-Kreisverband Germersheim die PSNV Gruppe DRK Bellheim und Hagenbach als Preisträger bestimmt; der Kreisverband Landau den Landauer Hungermarsch und der Kreisverband Südliche Weinstraße die Tafel Edenkoben e.V.
Vorgestellt wurden sie von den jeweiligen CDU-Kreis-Vorsitzenden Martin Brandl (MdL), Dorothea Müller und Marcus Ehrgott.
Traditionell zieht der Ehrengast am Schluss eine Farbe für die gut bestückte Tombola. Als Annegret Kramp-Karrenbauer die Farbe „Rot“ zog, war sie selbst ein bisschen überrascht. Ob sie es als gutes Omen ansah, ist nicht bekannt. (desa)

„Rot ist Trumpf“: Karrenbauer zieht die Los-Farbe „Rot“.
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Du meine Güte, wer hat denn diesen (..) Besen mitten ins Bild gestellt? Es ist doch gekannt, wie allergisch die Groß-Vorsitzende auf solche nationalistische Zurschaustellungen reagiert.