
Bushaltestelle (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
RLP. In Rheinland-Pfalz haben die bundesweiten Streiks im kommunalen Nahverkehr, die von der Gewerkschaft ver.di ausgerufen wurden, bereits am Sonntagabend (1. Februar 2026) um 22 Uhr begonnen und laufen heute, Montag, den 2. Februar 2026, ganztägig weiter bis zum Ende der letzten Schicht.
Anders als in Niedersachsen (wo wegen einer anhaltenden Friedenspflicht nicht gestreikt wird), ist Rheinland-Pfalz voll vom Warnstreik betroffen. Busse und – wo vorhanden – Straßenbahnen fallen in weiten Teilen des Landes aus oder fahren nur sehr eingeschränkt. Betroffen sind vor allem die großen kommunalen Verkehrsunternehmen, darunter: Mainzer Verkehrsgesellschaft (Mainz und Umgebung), Stadtwerke Trier (Trier), Stadtwerke Kaiserslautern (Kaiserslautern), Stadtwerke Pirmasens (Pirmasens) und KRN Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (Rhein-Nahe-Gebiet)
Pendler, Schüler und alle, die auf den ÖPNV angewiesen sind, müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen – vielerorts steht der Nahverkehr praktisch still. In manchen Städten gibt es vereinzelt Notfahrpläne oder einzelne Linien, die möglicherweise durch private Subunternehmen bedient werden, aber generell gilt: Erhebliche Ausfälle sind zu erwarten, auch im Berufs- und Schülerverkehr.
Hintergrund ist – wie bundesweit – die aktuelle Tarifrunde bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen (TV-N). Verdi fordert vor allem Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, darunter:Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten, höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.
In Rheinland-Pfalz ist die Entgeltentwicklung im TV-N an den TVöD gekoppelt, aber der Fokus liegt hier stark auf den Manteltarifregelungen (Arbeitszeiten, Belastungen etc.). Die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz (KAV RP) waren in der zweiten Runde ergebnislos – die Arbeitgeberseite zeigte nach Verdi-Angaben kaum Bewegung und verweigerte fast jede Verbesserung.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 4. Februar 2026 angesetzt. Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, betonte bundesweit (und das trifft auch auf Rheinland-Pfalz zu): Die Beschäftigten stünden unter hoher Belastung durch ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und Zeitdruck. Das Verhalten der Arbeitgeber gefährde die Daseinsvorsorge und die Teilhabe der Menschen am ÖPNV.
Verdi sieht den Streik als klares Signal der Entschlossenheit.In Rheinland-Pfalz und dem benachbarten Saarland startete der Streik sogar früher als in vielen anderen Regionen, um maximalen Druck aufzubauen. Betroffene sollten sich bei ihren Verkehrsunternehmen oder Apps über mögliche Restangebote informieren – aber rechnen sollte man am Montag am besten mit Alternativen wie Auto, Fahrrad, Mitfahrgelegenheiten oder Homeoffice. (dts/red)

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