Donnerstag, 29. Februar 2024

Bürgermeisterwahl in Wörth: Die persönliche Seite von SPD-Kandidat Dr. Dennis Nitsche

27. Oktober 2023 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Dr. Dennis Nitsche.
Foto: Pfalz-Express/Rolf H. Epple

Wörth – In knapp zwei Wochen, am 12. November 2023, wird in der Stadt Wörth mit seinen Ortsgemeinden  Maximiliansau, Schaidt und Büchelberg der hauptamtliche Bürgermeister gewählt. 

Politisch-wirtschaftliche Fragen hatte der Pfalz-Express den Kandidaten am 27. September gestellt.

In einer zweiten Fragerunde wollten wir wissen: Wer ist eigentlich der Mensch hinter dem Kommunalpolitiker? Hier sind die Antworten von Amtsinhaber Dr. Dennis Nitsche (SPD).

PEX: Wie würden Sie sich in maximal drei Sätzen selbst beschreiben?

Als Mensch bin ich unkompliziert, bodenständig, jederzeit ansprechbar und umgänglich, das persönliche Gespräch macht mir Freude und ich mag es sehr, unter Menschen zu sein. Ich bin überzeugt, dass wir unser Schicksal in die eigene Hand nehmen können und habe großes Vertrauen und Zuversicht, dass es uns gelingt, eine gute, lebenswerte Zukunft zu gestalten. Eine klare Perspektive und realistische Ziele sind wichtig und dann gilt es tatkräftig ans Werk zu gehen und anzupacken. 

Wie und wo engagieren Sie sich (ehrenamtlich oder für eine Sache) und was bedeutet Ihnen dieses Engagement?

Als Vorsitzender der Ökumenischen Sozialstation, des DRK Wörth, der Pamina Rheinpark e.V. mit 30 deutsch-französischen Kommunen oder als Mitglied im Umweltausschuss des Deutschen Städtetags sowie im Präsidium des Deutschen Gemeinde- und Städtetags bin ich zeitlich stark eingebunden. Der Dialog von Städten, den Bundesländern und dem Bund ist mir besonders wichtig, denn nur wenn das Zusammenspiel der staatlichen Ebenen reibungslos klappt, können wir die gesellschaftlichen Herausforderungen bewältigen.

Was sind Ihre Hobbys?

Wann immer es die dienstlichen Verpflichtungen erlauben, nehme ich am Training des Karatevereins Samurai Maximiliansau teil. Zudem arbeite ich sehr gerne mit Holz und gestalte Objekte aus alten Fachwerkbalken. Seit vielen Jahren spiele ich Gitarre (akustik und elektronisch) und versuche mich seit einigen Monaten am akustischen Bass. Und ich bin sehr gerne mit meiner Familie zusammen oder mache Gartenarbeit.

Was sind einige Dinge, die Sie immer wieder so machen würden, und was würden Sie heute anders machen, wenn Sie die Chance dazu hätten?

Vor Entscheidungen mache ich mir sehr viel Mühe, sehr gründlich die Alternativen und die Konsequenzen zu überdenken. Insofern würde ich sehr vieles wieder genauso machen.

Wie halten Sie Kontakt mit Ihren Freunden und Ihrer Familie und wie wichtig ist Ihnen das soziale Netzwerk?

Freunde und Familie haben oberste Priorität für mich und ich versuche mir so viel Zeit für sie zu nehmen wie möglich. Das ist im Amt des Bürgermeisters nicht immer ganz einfach aufgrund der zeitlichen Beanspruchung, aber es gelingt mir dennoch im Allgemeinen recht ordentlich.

Freunde und Familie wertzuschätzen bedeutet für mich aber nicht, dass ich immerzu wissen muss, was wer in jeder Sekunde gerade tut oder nicht tut. Mein Eindruck ist manchmal, dass die sozialen Medien uns dazu verleiten, uns gegenseitig mit Nichtigkeiten die Lebenszeit zu stehlen. Zeit ist das kostbarste Gut, das wir haben. Wir sollten sie gezielt einsetzen und nicht leichtfertig am Handy verdaddeln. Nichts geht über die persönliche Begegnung und das Gespräch – und gemeinsames Lachen.

Was sind Ihre Lieblingsbücher, Filme, Musik oder Kunstwerke und warum?

Ich mag sehr gerne die 13 ½ Leben des Kapitän Blaubär von Moers, weil der Roman so wunderbare Wendungen hat und damit dem Denken neue Wege öffnet. Aber auch die Geschichte eines Deutschen von Hafner ist für mich ein wichtiges Buch, denn daraus wird ein bedeutender Teil unserer Geschichte begreifbar.

Musikalisch bin ich in viele Richtungen offen – es muss einfach zur Gelegenheit passen. Beim Oktoberfest braucht es einfach einen Musikverein, aber ich fühle mich auch auf einem Festival oder bei der Oldienight der Handballer absolut wohl. Da ich selbst viel klassische spanische Konzertgitarre gespielt habe, bin ich auch in klassischer Musik zuhause.

Mein Lieblingskünstler ist unser lokaler Maestro Andreas Hella. Ganz einfach deshalb, weil ich mit ihm über seine Kunst sprechen kann und mich inspirieren lasse.  

Wie gehen Sie mit Stress, Druck oder Rückschlägen um und was hilft Ihnen dabei?

Das Amt des Bürgermeisters bringt erheblichen Stress mit sich. Zahlreiche Termine, die Vielfalt der Themen, und die Größe der Herausforderungen ist schon am oberen Ende der Stress-Skala anzusiedeln. Ich bin sehr dankbar für die viele wertvolle Unterstützung und Zuarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die das alles nicht zu schaffen wäre.

Zur Entspannung gehe ich in den Garten, mache oder höre Musik, treffe mich mit Freunden oder besuche Feste und Veranstaltungen. Aber ich gebe zu, dass ich manchmal erst dann wirklich entspanne, wenn ich einen Lösungsweg für ein Problem entwickelt habe und die Umsetzung auf den Weg gebracht ist.

Was sind einige Ihrer persönlichen Ziele oder Träume, die Sie noch verwirklichen möchten?

Ich bin ein sehr aktiver Mensch, der immer was „zum Schaffen“ braucht. Insofern kann ich mir noch sehr viele größere und kleinere Vorhaben vorstellen. Eines davon verrate ich Ihnen: Ich mag Schafe sehr gerne. Vielleicht finde ich ja Zeit und Gelegenheit, mir eine kleine Herde zuzulegen. Mit Hütehund natürlich.

Was sind einige Ihrer liebsten Kindheitserinnerungen oder -erlebnisse?

Ich habe sehr viele positive Erinnerungen. Aber das Schöne daran ist ja auch, dass das sehr persönliche Erinnerungen sind. Und die bleiben besser da, wo sie sind: in meiner Erinnerung und nicht in der Presse.

Was sind einige Dinge, die Sie gerne lernen oder ausprobieren würden?

Ich würde gerne mit dem Rudern anfangen, weil mir dieser Sport sehr gut gefällt. Leider fehlt mir dafür die Zeit im Moment. Ich bin mir aber sicher, dass ich das noch schaffe, zum Beispiel im Wörther Hafen beim Ruderclub.

Wie halten Sie sich körperlich und geistig fit und gesund?

Ich lese sehr viel Zeitungen und Aufsätze zu allen möglichen Themen aus Kommunalpolitik, Geschichte, Wissenschaft und Weltpolitik und mache mir Gedanken darüber, was sich auf unsere Stadt, unsere Gesellschaft übertragen lässt. Dabei geht es mir immer um dasselbe Thema, das schon Aristoteles und Platon beschäftigt hat: Was braucht es wirklich für ein gutes Leben, und wie schaffen wir Menschen es, in Gemeinschaft gedeihlich zusammen zu leben. Die Kunst des guten Zusammenlebens: Das ist die Politik.

Und zum Schluss doch noch ein politische Frage: Warum sind Sie die beste Wahl als Bürgermeister für Wörth?

Diese Frage muss natürlich jeder Wähler für sich selbst beantworten. Ich glaube, dass ich in den letzten Jahren habe beweisen können, dass ich der Aufgabe des Amtes gewachsen bin. Vieles ist erreicht, aber der Planet dreht sich immer weiter. Heute stehen die Kommunen vor vielen neuen Aufgaben, an die noch vor wenigen Jahren niemand gedacht hatte.

Ich meine sagen zu dürfen, dass es mir gelungen ist, gemeinsam mit den städtischen Gremien und mit viel Bürgerbeteiligung zu wichtigen Themen wie Klimawandel, Energieerzeugung, Wohnungsbau, medizinische Versorgung und Entwicklung unserer Ortsbezirke gute Antworten und gangbare Lösungswege zu entwickeln. Und ich traue mir weiterhin die Kraft zu, die notwendigen Dinge auch umzusetzen.   

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