Montag 15.Juni 2026

Beim Sirenentest im Landkreis Germersheim haben alle Anlagen funktioniert

11. September 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim

Symbolfoto: Pfalz-Express

Germersheim – Pünktlich zum bundesweiten Warntag am 11. September 2025 hat die Kreisverwaltung Germersheim erstmals das neue Sirenennetz im gesamten Landkreis getestet und das mit Erfolg: 61 von 61 betriebsbereiten Sirenen funktionierten einwandfrei.

Kurz vor 11 Uhr lösten Landrat Martin Brandl und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Christian Betzel den Alarm aus. Schon während des Tests gab es Rückmeldungen aus allen Gemeinden. „So wie es derzeit aussieht, haben alle Sirenen einwandfrei funktioniert. Was in Rekordzeit von knapp zwei Jahren nach dem entsprechenden Kreistagsbeschluss umgesetzt wurde, hat heute in weiten Teilen seine Vollendung gefunden“, so Landrat Brandl.

Auch Betzel zeigte sich zufrieden: „Wir werden noch mit den Kommunen und unseren Feuerwehren sprechen, welche Beobachtungen vor Ort gemacht wurden. Außerdem läuft auf unseren Social-Media-Kanälen eine kleine Umfrage, die wir ebenfalls in die Auswertung mit aufnehmen. Dass bislang keine Ausfälle verzeichnet wurden, ist auf jeden Fall ein voller Erfolg.“

Nicht getestet werden konnte allerdings die geplante Sprachdurchsage über das neue System. Grund ist eine noch fehlende Freischaltung durch das Land Rheinland-Pfalz. „Wir haben leider erst sehr kurzfristig erfahren, dass diese Anbindung erst im Laufe der nächsten Tage geschaltet werden kann, weshalb dieser Test voraussichtlich erst im nächsten Jahr möglich sein wird“, erklärte Brandl.

Insgesamt umfasst das Sirenennetz 64 Anlagen. Drei davon sind noch nicht fertiggestellt – zwei stehen auf Firmengelände, eine weitere auf einem Schulgebäude in Ottersheim, das derzeit saniert wird. Rund zwei Millionen Euro kostete der Aufbau des Systems, finanziert zu zwei Dritteln vom Kreis und zu einem Drittel von den Kommunen, abzüglich einer kleinen Landesförderung.

Beim Warntag wurden sowohl der einminütige auf- und abschwellende Heulton („Bevölkerungswarnung“) als auch der einminütige Dauerton zur Entwarnung ausgelöst. Das Netz kann ab sofort im Ernstfall von Leitstellen, Kommunen, Kreis, Land oder Bund genutzt werden.

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