Gleisweiler. Eine schöne und würdige Feier fand heute (27. September) für den verstorbenen CDU-Politiker Heiner Geißler in seinem Heimatort Gleisweiler statt.
Bei bestem Herbstwetter waren viele Menschen gekommen, um sich von Geißler zu verabschieden (es lagen zwei Kondolenzbücher aus). Die Trauerfeier, die für geladene Gäste in der Kirche St. Stephanus stattfand, wurde über zwei große Leinwände nach draußen übertragen.
Eine prominente CDU-Riege, allen voran Kanzlerin Merkel, aber auch politische Weggefährten aus der Kohl-Ära wie Norbert Blüm und Bernhard Vogel, waren gekommen, um Geißler zu würdigen.
Familienmitglieder übernahmen die Fürbitten und betonten, dass „Heiner“ für sie ein Vorbild darstelle. „Das Wort war sein Medium“, sagte Pfarrer Matthias Pfeiffer, ein guter Freund und Bergsteigerkollege von Heiner Geißler.
Pfeiffer beschrieb Geißler als Vermittler: „Er liebte die Menschen und wollte sie aufrichten“. Manchmal hätten den Jesuiten Zweifel umgetrieben, erinnerte sich Pfeiffer an lange theologische Gespräche mit Geißler.
„Das Gleichnis des barmherzigen Samariters war sein Auftrag“, so Diakon i. R. Helmut Husenbeth.
„Er war ein guter Mensch und Mitmensch mit einer starken Persönlichkeit“, sagte der badenwürtembergische Ministerpräsident a. D. Erwin Teufel in seiner Ansprache. Er beschrieb den Lebensweg Geißlers, der seine „physischen Grenzen“ oft überschritten habe.
Auch den politischen Weg des Verstorbenen beleuchtete Teufel: Als Kohl ihn und Vogel als junge Politiker ins Kabinett geholt hatte, das Zerwürfnis mit Kohl, Geißler als Parlamentarier und Schlichter. „Ich kümmere mich nicht um die wichtigen Aufgaben, sondern um die sehr wichtigen“, habe Geißler oft gesagt und damit gutes Urteilsvermögen und starken Verstand bewiesen.
Das Nadolny Cello Quartett hatte die musikalische Umrahmung des sehr stimmungsvollen Gottesdienstes übernommen.
„Yerushalaim shel zahav“: Der Sarg wurde unter diesen Klängen aus der Kirche auf seinen letzten Weg getragen, gefolgt von den geladenen Gästen. (desa)

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