
Dr. Alexander Gauland, Wolfgang Kräher, Sebastian Münzenmaier und Uwe Junge (v.l.) lauschten aufmerksam den Fragen der Zuhörer.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Bad Dürkheim. Der AfD Kreisverband Bad Dürkheim hatte kürzlich zu seinem 5. Bürgerdialog ins Dürkheimer Haus eingeladen.
Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Zuschauer waren gekommen um AfD-Prominenz, nämlich den Spitzenkandidaten auf Bundesebene, Dr. Alexander Gauland, den Fraktionsvorsitzenden der AfD Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, Sebastian Münzenmaier (Spitzenkandidat RLP) und Wolfgang Kräher, Kreisvorsitzender der Bad Dürkheimer AfD, zu erleben.
Gekommen waren nicht nur AfD-Anhänger, sondern auch noch unentschlossene Wähler, die die noch junge Partei (gegründet 2013), kennen lernen wollten.
Die Polizei war nahezu unsichtbar. Ein paar junge Leute hatten auf dem Balkon ihres Hauses Banner gegen Rechts gehisst, ansonsten war es sehr ruhig. Es gab keine Demos wie sonst bei AfD-Veranstaltungen üblich.
Gesetzwidrige Asylpolitik, die von der „Kanzlerdarstellerin“ Merkel zu verantworten sei, Verträge, die über die Köpfe der Bürger beschlossen worden seien, Terror, verfehlte Geldpolitik – dafür müsse Merkel die Verantwortung übernehmen und zurücktreten, forderte Kreisvorsitzender Kräher in seiner Begrüßung. Man lebe in einer bewegten Zeit ohne Parallelen, in der Werte, Identität und Lebensqualität demontiert würden.
Die AfD setze sich in Zeiten steigender Armut für soziale Gerechtigkeit ein und sei mittlerweile die Partei des kleinen Mannes, so Kräher weiter.
Kräher beklagte die zunehmende Gewalt gegen AfD-Mitglieder: „Ein AfD-Kandidat läuft Gefahr ins Fadenkreuz organisierter Kriminalität zu gelangen. Es werden Fenster eingeschlagen, Autos angezündet, Parteimitglieder werden verprügelt“. Nicht die AfD sei Gefahr für die Demokratie: „Die Demokratieverweigerer sind die CDU und die anderen etablierten Parteien“, berichtet Kräher.

Dr. Gauland: „Die AfD im Osten ist etwas anders strukturiert als die im Westen.“
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Alexander Gauland, nächster Redner und Ehrengast des Abends, wurde mit großem Applaus empfangen. Anspielend auf ein SWR-Interview meinte er: „Jetzt weiß ich, wie die Stimmung in Rheinland-Pfalz ist“.
Der verstorbene Altkanzler Kohl habe immer für deutsche Interessen gekämpft, Merkel habe jedoch „kein Recht sich als dessen Erbin aufzuspielen“, so Gauland, der im Saal auf große Zustimmung stieß.
Terror sei Folge einer falschen Politik, die geändert werden müsse und sei Vorwand um Menschen nicht abzuschieben, erklärte Gauland. „Wir werden niemals akzeptieren, mit dem Terror leben zu müssen“.
Die nach Meinung der AfD verfehlte Migrationspolitik wurde von Gauland ausführlich erläutert: „Welch ein Irrsinn, dass man Leute ins Land lässt, die keine Papiere haben“.
Dieser Wahlkampf werde im Übrigen härter „als alle bisherigen Wahlen“, konstatierte Gauland.

Uwe Junge: „Wir sind in der Partei nicht zerstritten, sondern in den grundsätzlichen Überzeugungen einig“.
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Auch Uwe Junge beschrieb „Fehlentwicklungen im Land“. Seine Themen bezogen sich vor allem auf „Innere Sicherheit“. Als Bundeswehrangehöriger würde er eine Dienstpflicht für Männer und Frauen begrüßen und einen Reservistenstamm aufbauen wollen.

Sebastian Münzenmaier zu seinem Prozess: „Ich habe mich nie an gewalttätigen Auseinandersetzungen beteiligt. Ich bin ein friedlicher Fußballfan.“
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Sebastian Münzenmaier monierte Steuergeldverschwendung, möchte, wie es auch Junge formulierte, soziale Gerechtigkeit herstellen.
„Wir wollen eine Gesellschaft ohne political correctness, die nicht hinter vorgehaltener Hand über Politik sprechen muss“.
In der sich anschließenden regen Diskussion beklagte unter anderem ein Zuhörer, dass sich die AfD nicht klar genug von rechten Parteien abgrenze. „Es gilt die freiheitlich-demokratische Grundordnung, der wir uns verpflichtet fühlen“, so Alexander Gauland. (desa)

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