Dienstag, 11. Mai 2021

Ausschreitungen am 1. Mai in Berlin: „Kriminell und in keinster Weise akzeptabel“

3. Mai 2021 | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – 93 verletzte Polizisten, 354 Festnahmen – das die bisherige Bilanz der Demo am 1. Mai in Berlin.

Bei der linken „Revolutionären 1.-Mai-Demo“ waren am Samstag mehrere Tausend Menschen durch den Bezirk Neukölln gelaufen. Es werde deutlich, „dass wir uns von einem friedlichen 1. Mai wieder weiter entfernt haben“, sagte GdP-Landesvize Stephan Kelm. Er sprach von „diversen Stein- und Flaschenwürfen“ sowie „brennenden Barrikaden“. Bei den Verletzungen seien auch schwerere dabei. Drei Kollegen seien mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht worden.

Bis zum Abend sah es laut GdP noch „weitgehend friedlich“ aus. „Am Abend jedoch konnte davon keine Rede mehr sein“, so Kelm. Unter anderem habe man neben Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz auch mehrfachen schweren Landfriedensbruch, tätliche Angriffe und gefährliche Körperverletzungen registriert. „Bereits am Kundgebungsort Hermannplatz kam es zu zahlreichen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz, der Aufzug musste immer wieder gestoppt werden.“ Später sei es dann zu mehreren Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. Zudem seien Mülltonnen in Wohnhausnähe in Brand gesetzt worden.

Der Demonstrationszug wurde gegen 21 Uhr abgebrochen. Gegen Mitternacht hatte sich die Lage dann entspannt. Etwa 5.600 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren bei der 1.-Mai-Demo in Berlin im Einsatz.

Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock verurteilt linksextreme Gewalt

Die Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat die gewalttätigen Demonstrationen am 1. Mai in Berlin-Neukölln scharf kritisiert. „Barrikaden anzuzünden und gewaltsam auf Polizistinnen und Polizisten loszugehen, ist kriminell und in keinster Weise akzeptabel.“ Wer so etwas tue, handele „wider den demokratischen Konsens und schwächt das Anliegen jener friedlichen Kundgebungen, die am 1. Mai auch stattgefunden haben.“ Ihr Mitgefühl gelte den verletzten Polizeibeamten, so Baerbock.

(dts Nachrichtenagentur)

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