Düsseldorf – Der Berliner Attentäter Anis Amri war mit mindestens 14 Identitäten in Deutschland unterwegs.
Das sagte NRW-Landeskriminaldirektor Dieter Schürmann am Donnerstag vor dem Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.
Die Identitäten seien den Behörden bekannt gewesen. Es sei aber nicht gelungen, ausreichend konkrete Hinweise zusammenzutragen, die als konkreter Tatverdacht hätten gewertet werden können.
Zuvor hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger das Vorgehen der Behörden verteidigt. Es hätten trotz einer „durchgehenden, engmaschigen Beobachtung“ keine konkreten Hinweise vorgelegen, die auf einen Terroranschlag hinwiesen.
Die Sondersitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag war beantragt worden, weil Amri in NRW besonders aktiv war. So war er im November 2015 festgenommen worden, wegen des Verdachts, Sprengstoff für einen Anschlag in Düsseldorf besorgt zu haben.
Amri war zudem über zahlreiche Kontakte in NRW dicht vernetzt und hatte diverse Moscheen vor allem im Ruhrgebiet besucht. (dts Nachrichtenagentur)

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