Berlin – Der Deutsche Städte- und Gemeindebund plädiert für eine Schulpflicht bis zum Alter von 25 Jahren für junge Flüchtlinge, die Analphabeten sind.
Außerdem sollte die Vorbereitung auf die Arbeitsaufnahme mit den Sprachkursen von Anfang an kombiniert werden können, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Die klare Trennung zwischen Sprachkursen und anschließender Arbeitsaufnahme oder Berufsorientierung habe sich nicht immer bewährt. Landsberg hält ferner ein eigenes Leistungsrecht für anerkannte Asylbewerber und für geduldete Flüchtlinge für denkbar.
„Nach dem Grundsatz `Fordern und Fördern` könnte es darin Anreize geben, damit Eingliederung besonders gut oder besonders schnell gelingt“, betonte Landsberg. Nach Angaben des Gemeindebundes steigen die Integrationskosten gerade für die Kommunen rasant.
Aber eine ausreichende Erstattung der Ausgaben finde oftmals nicht statt. „Das muss beendet werden“, erklärte Landsberg.
Es könne nicht sein, dass Mittel zum Beispiel des Bundes bei den Kommunen nur unvollständig ankommen. „Das ist auch eine Gefahr für das Engagement der Kommunen und der vielen ehrenamtlichen Helfer vor Ort“, warnte der Hauptgeschäftsführer. (dts Nachrichtenagentur)

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