
Die Weinbruderschaft hat für die Ahrtal-Winzer gespendet.
Foto: Michael Landgraf
Neustadt. „Die unfassbaren Ereignisse in den Hochwassergebieten haben auch unsere Gemeinschaft tief erschüttert“, sagt Ordensmeister Oliver Stieß.
Da Stieß nicht nur der Weinbruderschaft der Pfalz vorsteht, sondern auch Präsident der Gemeinschaft Deutschsprachiger Weinbruderschaften sowie der deutschen Weinkommissionäre ist, ist er mit den Verantwortlichen in der Region Ahr in regem Kontakt. „Viele Weingüter sind von der Starkregenkatastrophe betroffen – sie stehen teilweise vor dem Nichts.“
Als Sofortmaßname hat der Vorstand der Weinbruderschaft seine rund tausend Mitglieder um eine Spende gebeten. 18.304 Euro sind dabei zusammengekommen. „Im Austausch mit Dr. Markus Heil, dem Direktor der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, mit dem Pfälzischen Weinbaupräsidenten Reinhold Hörner sowie dem Deutschen Weininstitut in Bodenheim hat der Vorstand entschieden, den Bäuerlichen Hilfsfonds gezielt zu unterstützen und darüber die Gelder an die betroffenen Winzerfamilien an der Ahr weitergeben“, erläutert Schatzmeister Thomas Huber.
Der Hilfsfond unterstützt seit Jahren in Not geratene weinbauliche und landwirtschaftliche Betriebe im Bundesland Rheinland-Pfalz und hat sich der aktuellen Notsituation angenommen. Doch die Spendenaktion soll weitergehen.
„Wir wissen, dass es Jahre dauern wird, bis die Menschen an der Ahr und die Weingüter wieder halbwegs zur Normalität zurückkehren können. Daher wollen wir zusammen mit anderen Weinbruderschaften eine neue Spendenkampagne angehen“, kündigt der Ordensmeister an.
Gemeinsam mit Bettina Siée, Vertrauensrätin der Gemeinschaft Deutschsprachiger Weinbruderschaften, soll das Konzept einer Förderung der Weinkultur an der Ahr entwickelt werden.
Auch sei der Wiederaufbau von Weinbergs- und Trockenmauern im Blick zukünftiger Unterstützung. Das Gespräch wird hierzu mit den Weinbaubetrieben an der Ahr gesucht.
Zur Weinbruderschaft der Pfalz: www.weinbruderschaft-der-pfalz.com

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