Mittwoch, 02. Dezember 2020

23. Juni Klimaschutzkonferenz: Beim Klimaschutz will Neustadt Vorreiterkommune werden

27. Mai 2016 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer
Neustadt will Vorreiterkommune im Klimaschutz werden. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Neustadt will Vorreiterkommune im Klimaschutz werden.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Neustadt. Der Auftakt eines Bürgerbeteiligungsprozesses zur Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKK) für die Stadt Neustadt an der Weinstraße ist nicht nur eine Frage großer Konferenzen. Neustadt stellt sich damit den Herausforderungen Klimaschutz und Energiewende auf kommunaler Ebene.

Mit Unterstützung eines erfahrenen Teams der Firma B.A.U.M. Consult erarbeitet die Stadt ein IKK, das von umfangreichen Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten flankiert wird. Bürger, Gewerbe und Industrie, Akteure aus der Wein-, Forst- und Landwirtschaft sowie Vertreter relevanter Initiativen und auch Schüler sind aufgefordert, sich aktiv bei der Entwicklung konkreter und auf lokaler Ebene umsetzbarer Maßnahmen einzubringen.

Das IKK wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Es soll der Stadt Neustadt als Entscheidungshilfe und Planungsgrundlage für ihre zukünftigen Klimaschutzanstrengungen dienen.

Im Fokus stehen ein abgestimmter Maßnahmenkatalog und die Etablierung einer strukturierten Vorgehensweise, die den Herausforderungen der nächsten zehn bis 15 Jahre Rechnung trägt.

Zentrale Themen des Klimaschutzkonzeptes sind die Steigerung der Energieeffizienz, die Energieeinsparung, der Ausbau Erneuerbarer Energien und die Regionale Wertschöpfung. Nicht nur einzelne Betriebe, die entsprechend angeschrieben und eingeladen werden, sondern auch alle Bürger sollen die Möglichkeit haben, einen persönlichen und wirtschaftlichen Nutzen aus der Energiewende zu ziehen.

„Unsere erste Klimaschutzkonferenz bietet für alle Beteiligten eine hervorragende Möglichkeit, sich zum einen umfassend zu informieren und zum anderen Vorschläge, Anregungen und lokales Wissen einzubringen“, sagt Oberbürgermeister Hans Georg Löffler. „Ich lade daher alle sehr herzlich ein, sich an der Diskussion zu beteiligen.“

In Neustadt werden bereits kontinuierlich Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt: So wurde beispielsweise in den Jahren 2013 und 2014 die Beleuchtung einzelner Straßenzüge im Rahmen einer Förderung des Bundesumweltministeriums auf LED umgestellt.

2015 verabschiedete der Stadtrat ein Paket von Initialmaßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur, die nun durch die Verwaltung sukzessive umgesetzt werden. Auch die Stadtwerke beteiligen sich bereits mit innovativen Wärme- und EE-Stromprojekten an der lokalen Energiewende. Aktuell wollen sie verstärkt die Elektromobilität ausbauen.

Potenziale sehen die Experten in der Nutzung von Reststoffen aus der Weinwirtschaft oder der Landschaftspflege. Bisher nicht bedachte Möglichkeiten – wie die Stromgewinnung im Weinberg – sollen ebenfalls bedacht werden.

Mit dem IKK kann ein Netz über alle Handlungsfelder im Bereich der kommunalen Energiewende und der Klimaschutzpolitik gespannt werden. „Wichtig ist, dass die konkreten Rahmenbedingungen, Belange und Möglichkeiten unserer Stadt einfließen“, betont Oberbürgermeister Löffler weiter.

Im Ergebnis soll das IKK das signifikante CO2-Einsparpotenzial in den verschiedenen Handlungsfeldern aufzeigen und mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen einen priorisierten und umsetzungsorientierten Masterplan vorlegen. Der Masterplan kann anschließend durch eine neu zu schaffende, geförderte Stelle für ein Klimaschutzmanagement koordiniert und umgesetzt werden.

Neben den Klimaschutzkonferenzen ist eine Projektwoche im Käthe-Kollwitz-Gymnasium zur Entwicklung schulspezifischer Maßnahmen geplant.

Die 1. Klimaschutzkonferenz findet am 23. Juni 2016 von 18 bis 21 Uhr in der Aula der Berufsbildenden Schulen (BBS) statt.

Das Programm der ersten sowie die Termine für die weiteren Klimaschutzkonferenzen sind auf der Internetseite der Stadt einsehbar.

Um Anmeldung bei Thomas Baldermann, Abteilung Landwirtschaft und Umwelt, unter 06321/855-240 oder an thomas.baldermann@stadt-nw.de wird gebeten. (stadt-nw)

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