Landau. Rund 3000 Zuschauer erlebten gestern das Stabhochsprungmeeting auf dem Landauer Obertorplatz mit.
Björn Otto heißt der alte und neue Stabhochsprung-King von Landau. Am Mittwochabend übersprang er bei strahlendem Sonnenschein 5,72m und erreichte damit den Hattrick nach 2011 und 2012. Am neuen Meeting-Rekord von 5,82m scheiterte er anschließend knapp.
Otto hat bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau eine Bronzemedaille errungen, bei den Olympischen Spielen 2012 eine Silbermedaille und bei den Europameisterschaften 2012 ebenfalls eine Silbermedaille.
Auf den Plätzen zwei und drei landeten Konstantinos Filippidis (5,67m), Siebter Platz bei den Olympischen Spielen 2012 und Tobias Scherbarth (5,62 m). Scherbath hatte sich aktuell bei den Deutschen Meisterschaften ebenfalls einen dritten Platz ersprungen.
Für das Highlight des Nachmittags sorgte Lokalmatador Oleg Zernikel mit der U18-Weltjahresbestleitung von 5,33m.
Oleg Zernikel vom ASV Landau, geboren 1995, ist Deutscher Jugendmeister 2013 mit einer persönlichen Bestleistung von 5,30 m.
Das Ziel gestern, den bestehenden Rekord in seiner Altersklasse (5,32 m ) einzustellen, war ihm mit seinem zweiten Sprung über 5,33 m gelungen. Müde aber glücklich, versuchte Zernikel danach noch die Höhe von 5,40 m zu knacken, was allerdings nicht funktionierte.
Doch mit seinem umjubelten Sprung hat er Besonderes geleistet, denn weltweit wurde diese Höhe in seiner Altersklasse noch nicht erreicht.
Die hiesigen Stabhochspringer sind offenbar bestens aufgestellt. Sie haben ihre Fans, die entlang der cirka 46 Meter langen Anlaufbahn die Springer anfeuerten.
„Ich wollte mal sehen, wie die Leute durch die Luft fliegen“, sagte die kleine sechsjährige Dana. Und tatsächlich beschreibt auch die Fachsprache einen solchen Sprung mit einer Flugphase. Was so schwerelos aussieht benötigt hartes Training.
Der Stabhochsprung zählt in der Leichtathletik nicht umsonst zu den anspruchsvollsten, aber auch attraktivsten Disziplinen“, schreibt Sportmediziner Hillebrecht. So müsse der Stabhochspringer „schnell sein, gut springen können, turnerisch geschickt sein und auch Mut zeigen“. Man darf sich also auf das nächste Meeting freuen und hoffen, dass dieser Sport jetzt viele neue Fans gewonnen hat. (desa)

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