Freitag, 24. November 2017

Universität hat neue Vizepräsidentin am Campus Landau gewählt – Gabriele Schaumann wird Nachfolgerin von Ralf Schulz

14. Juli 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Leute-Regional
Professor Dr. Gabriele Schaumann. Foto: privat

Professorin Dr. Gabriele Schaumann.
Foto: privat

Landau. Die Chemikerin Professorin Dr. Gabriele Schaumann ist am 12. Juli vom Senat der Universität Koblenz-Landau zur Vizepräsidentin der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau gewählt worden.

Sie wird im nächsten Jahr die Nachfolge von Professor Dr. Ralf Schulz antreten, der sich wieder intensiver seiner wissenschaftlichen Arbeit widmen will und daher nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stand. Gabriele Schaumann wird die erste Vizepräsidentin der Universität sein. Ihre Amtszeit beträgt vier Jahre.

Schaumann lehrt seit 2006 an der Universität Koblenz-Landau. In den vergangenen zehn Jahren hat sie die Forschung in den Bereichen Umwelt- und Bodenchemie, Umweltanalytik und der hochaktuellen Nanoanalytik etabliert und ausgebaut.

Sie engagierte sich in der akademischen Selbstverwaltung der Universität und ist seit 2013 Dekanin des Landauer Fachbereichs Natur- und Umweltwissenschaften. 2015 wurde sie mit dem Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz für vorbildhafte Leistungen in Lehre und Forschung sowie für ihr Engagement in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung ausgezeichnet.

In ihrer Forschung geht Schaumann insbesondere den Fragen nach, wie sich landwirtschaftliche Nutzungsformen und Chemikalien auf die Bodenqualität auswirken.

Sie ist Sprecherin der deutschlandweiten Forschergruppe INTERNANO, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird und die Auswirkungen von Nanopartikeln auf die Umwelt untersucht. In dem trilateralen und von der DFG geförderten Kooperationsprojekt OLIVEOIL leitet sie in Kooperation mit israelischen und palästinensischen Arbeitsgruppen ein wissenschaftlich und soziokulturell verbindendes internationales Forschungsprojekt, das daran arbeitet, die giftigen Abwässer aus der Produktion von Olivenöl als Dünger nutzbar zu machen.

Schaumann lehrt Physikalische Chemie in der Lehrerbildung und Umwelt- und Bodenchemie für Umweltwissenschaftler und Studierende des Lehramts. Sie hat das Konzept des Projektstudiums der Physikalischen Chemie in der Lehramtsausbildung eingeführt. Dabei integriert sie Studierende in die Gestaltung der Lehre und begleitet sie in gemeinsamen Seminaren. In die traditionsreiche Lehrerausbildung der Universität setzt sie mit ihrem umweltchemischen Schwerpunkt neue Akzente.

Gabriele Schaumann studierte Chemie an der Universität Ulm und promovierte 1998 in Bodenchemie an der Technischen Universität (TU) Berlin. Dort war sie auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Technischen Umweltschutz tätig.

An der TU habilitierte sie 2006 und erhielt die akademische Lehrbefugnis für Umwelt- und Bodenchemie. Im gleichen Jahr wechselte sie an die Universität Koblenz-Landau. Zunächst wurde sie auf eine Professur für Organische Chemie und Umweltchemie am Campus Koblenz berufen. Seit 2008 lehrt sie als Professorin für Umwelt- und Bodenchemie am Campus Landau. (red)

 

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