
Wunde bei einer Katze nach einem Kampf.
Foto: Pfalz-Express
Tierhalter lieben ihre Tiere und wollen nur das Beste für sie. Doch egal, wie gut man aufpasst, Verletzungen können jederzeit auftreten – sei es bei Katzen, Hunden, Pferden oder Nutztieren.
Dieser Artikel erklärt, warum jede Art von Verletzung ernst zu nehmen und was bei der Wundversorgung zu beachten ist.
Verletzungen immer ernst nehmen
Verletzungen bei Tieren sind keine Seltenheit. Ob durch einen Kampf mit Artgenossen, einen Sturz oder andere Unfälle – eine Wunde muss sorgfältig behandelt und nicht dem Zufall überlassen werden.
Genauso wie ein Mensch von einem Hund gebissen und die Wunde versorgt werden muss, besteht auch bei einem Tier die Gefahr, dass eine unbehandelte Verletzung sich entzündet und schwere Infektionen verursacht. Im schlimmsten Fall führt das sogar zum Tode des Tieres.
Die richtige Wundversorgung
Generell empfiehlt es sich, das verletzte Tier vorsichtig zu fixieren, so kann man die Wundversorgung ohne Stress und weitere Verletzungen durchführen.
Für eine bestmögliche Wundversorgung müssen alle notwendigen Materialien zur Hand sein.
Hat das Nutztier eine verletzte Hufe oder Klaue, benötigt man für die Rinder Wundversorgung eine Klauen -und Polsterbinde.
Dazu gehören Desinfektionsmittel wie PVP-Jod, Verbandsmaterialien und, wenn nötig, eine Wundsalbe. Die Reinigung der Wunde ist der erste und wichtigste Schritt. Sauberes Wasser oder eine geeignete Wundspüllösung helfen, Schmutz und Fremdkörper zu entfernen.
Nach der Reinigung folgt die Desinfektion. PVP-Jod hat sich hierbei als besonders wirksam erwiesen. Es tötet Bakterien ab und verhindert so eine Infektion der Wunde. Dazu das Desinfektionsmittel großzügig auf die betroffene Stelle auftragen und kurz einwirken lassen.
Ein guter Erste-Hilfe-Kasten sollte immer genügend Verbandsmaterialien enthalten, darunter auch qualitative Verbandswatte und Mullwatterollen.
Um den Verband sicher zu fixieren, haben sich ColorFlex und Alflex Binden bewährt. Diese bieten eine hervorragende Qualität und bleiben auch bei Bewegungen des Tieres an Ort und Stelle.
Tierarztbesuch bei Wunden
Auch wenn man als Tierhalter im Umgang mit der Wundversorgung geübt ist, gibt es Situationen, in denen ein Tierarzt hinzugezogen werden muss. Schwere, stark blutende oder tiefere Wunden benötigen immer die professionelle Behandlung eines Fachmanns.
Das gilt ebenfalls bei Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder Eiterbildung. Auch dann ist sofortiger Handlungsbedarf geboten.
Im Zweifelsfall gilt ohnehin, dass man lieber einmal zu oft den Tierarzt aufsucht oder kommen lässt, als zu wenig.
Verletzte Tiere von anderen trennen
Egal ob es sich um eine kleine oder große Verletzung handelt, das verletzte Tier muss zwingend von den anderen getrennt werden. Dies verhindert, dass es zu erneuten Kämpfen oder Rangeleien kommt, bei denen die Wunde erneut aufreißt oder sich der Verband löst.
Den Heilungsprozess der Wunde überwacht man am besten regelmäßig, sodass man auf Veränderungen direkt reagieren kann, besonders bei Anzeichen einer Verschlechterung.
Übrigens darf man ausschließlich für Tiere geeignete Medikamente und Desinfektionsmittel verwenden. Humanmedizinische Produkte sind je nach Inhaltsstoffen für Tiere schädlich.
Nicht zu vergessen ist nach erfolgreicher Heilung die Auffüllung des Erste-Hilfe-Kastens, um für das nächste Mal wieder optimal gewappnet zu sein.
Fazit: Richtige Wundversorgung
Die Wundversorgung bei Tieren ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die jeder Tierhalter ernst zu nehmen hat. Mit der richtigen Vorbereitung und dem nötigen Wissen lassen sich viele Verletzungen erfolgreich behandeln.
Dennoch erfordert es trotz unendlicher Tierliebe, die Grenzen der eigenen Fähigkeiten zu erkennen und im Zweifelsfall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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