
Bild: Stadt Kandel
Der Kandeler Stadtrat hat am in seiner Sitzung am 12. Oktober 2023 einen sogenannten Aufstellungsbeschluss für die „Wohnanlage Justgelände“ gefasst.
Ein Aufstellungsbeschluss ist ein Beschluss der Gemeinde, mit dem sie das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans einleitet. Ein Aufstellungsbeschluss ist aber noch lange kein Durchführungsvertrag. Denn der wird erst abgeschlossen, wenn die Planung einen von beiden Seiten akzeptierten Stand erreicht hat. Die Stadt ist also jederzeit Herr des Verfahren und kann ohne Probleme oder finanzielle Verluste zurückziehen, da der Investor alle Kosten trägt.
Die INWO Bau GmbH aus Sandhausen plant, auf dem ehemaligen Justgelände in Kandel sieben Wohngebäude mit insgesamt etwa 50 Wohnungen zu errichten. Das Projekt soll alters- und sozialgerechtes Wohnen sowie Wohnraum für junge Familien bieten.
Die Verwaltung hat jedoch noch einige Bedenken gegen das städtebauliche Konzept, vor allem wegen der Gebäudehöhen. Auch die Begrünung, die Oberflächenentwässerung oder die Stellplätze sind kritische Punkte. Die bestehende Villa auf dem Gelände soll erhalten bleiben.
Die Inhalte der Wohnbaurichtlinie sind dem „Vorhabenträger“, also Investor Jürgen Machmeier von der INWO Bau, bekannt, aber noch nicht vollständig umgesetzt. Ein gemeinsamer Gesprächstermin mit Machmeier, der in Germersheim schon größerer Projekte umgesetzt hat, soll offene Fragen klären und Bürgerbeteiligung ermöglichen.
Der Antrag für den Aufstellungsbeschluss wurde letztendlich vom Stadtrat beschlossen. Dafür stimmten die CDU, Die FDP, die Linke und Teile der Grünen. Die SPD stimmte geschlossen dagegen. Die CDU-Räte Judith Vollmer und Volker Merkel verteidigten den Beschluss als Chance für mehr Wohnraum Kandel, besonders, da die Stadt keinerlei Risiko trage. (cli)
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