
Wirtschaftsweise: „Warme Socken sind das Gebot der Stunde“.
Quelle: pixabay.com
Berlin- Die neue Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat vor falschen Anreizen durch die Gaspreisbremse gewarnt. „Die Politik muss deutlich machen, dass die Verbraucher weiter Energie sparen müssen. Das Gebot lautet: Heizung niedriger stellen, warme Socken kaufen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Ich habe meine Zweifel, ob das gut genug kommuniziert wird. Die Übernahme des Dezember-Abschlags darf nicht dazu führen, dass die Leute das als Freibrief verstehen.“ Forderungen nach „Entlastungen“ auch bei Öl und Pellets wies die Münchner Ökonomieprofessorin zurück. „Die Gaskunden landen mit der Preisbremse dort, wo die Kunden mit Öl- oder Pelletheizungen ohnehin sind“, sagte sie.
„Spezielle Entlastungen halte ich daher nicht für erforderlich.“ Schnitzer sprach sich dafür aus, Unternehmen die Auszahlung von Boni und Dividenden zu verbieten, sollten sie von der Gaspreisbremse profitieren. „Ich verstehe den Unmut über Boni- und Dividendenzahlungen, wenn Unternehmen staatlich unterstützt werden“, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft. „Das zu erlauben, während die Gaspreisbremse greift, wäre nicht plausibel.“ (dts Nachrichtenagentur)
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