Dienstag 18.August 2026

Weltmarktführer aus der Südpfalz: Bis zu 100.000 Spannringe am Tag aus Berg

3. August 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Wirtschaft in der Region

V.li.: IHK-Regionalleiter Dominik Uhl, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hagenbach Iris Fleisch, Managing Director Michael Krug, Landrat Martin Brandl, Kreisbeigeordnete Anette Kloos.
Foto: KV GER/Maria Farrenkopf

Berg – Wenn irgendwo in Europa ein Stahl- oder Kunststofffass in der Chemie-, Pharma- oder Autoindustrie transportiert wird, ist die Chance riesig, dass Pfälzer Wertarbeit drinsteckt. Genauer gesagt zu 85 Prozent. Denn die August Berger Metallwarenfabrik GmbH ist der unangefochtene Marktführer bei Spannringen für Industriebehälter.

Auch weltweit spielt der Betrieb ganz vorne mit. Landrat Martin Brandl und seine Delegation wollten es genau wissen und haben sich vor Ort die Produktion angeschaut.

Von Landau in die Welt

Die Erfolgsgeschichte startete eigentlich 1950 in Landau. Schon 1956 zog der Betrieb aber nach Berg um. Heute ist die Firma Teil der international aktiven Ringmetall SE Gruppe. Managing Director Michael Krug, der in der Gruppe auch für Nordeuropa und Asien zuständig ist, erklärte den Gästen: Das Herz der Produktion schlägt trotz globalem Netz immer noch in der Südpfalz. In Berg steht die weltweit größte Fertigung der Gruppe.

Zwischen 80.000 und 100.000 Spannringe verlassen das Werk, und das jeden Tag. Über 4.000 verschiedene Typen hat die Fabrik im Sortiment. Da ist für jeden Kunden weltweit der passende Ring dabei.

Und wenn Fässer mit Gefahrgut transportiert werden, gibt es auch keinen Spielraum für Fehler. Produktqualität steht deshalb an oberster Stelle. „Wir sind stolz, die Reklamationsquote auf unter 0,02 Prozent halten zu können“, betonte Michael Krug.

Millioneninvestitionen und neue Pläne

Damit das auch so bleibt, erneuert sich das Unternehmen ständig. Berger liefert mittlerweile nicht mehr nur Ringe, sondern den kompletten Fasskopf samt Deckel und Dichtungen. Auch neue Rohrverbindungen gehören jetzt zum Geschäft.

Die Zeichen stehen ganz klar auf Wachstum. Das Unternehmen investiert aktuell Millionenbeträge in der Region. In Berg wird gerade eine neue Lagerhalle gebaut. Die Verwaltung zieht bald ins ehemalige Faurecia-Gebäude im benachbarten Hagenbach um. Gleichzeitig wird die Produktion Schritt für Schritt weiter automatisiert.

Fachkräfte gesucht 

Aktuell arbeiten 130 Menschen im Zweischichtbetrieb in Berg. Weil die Firma expandiert, werden auch in Zukunft immer wieder qualifizierte Fachkräfte in der Metallverarbeitung gebraucht.

Zum Abschluss ging es für die Delegation auf Werkführung. Die Unternehmensleitung zeigte sich dabei sehr offen für die Ideen des Landrats. Brandl plädierte für eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung und eine bessere regionale Vernetzung. Ein starker Schulterschluss, da waren sich am Ende alle einig, ist der Schlüssel für eine wettbewerbsfähige Südpfalz.

 

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