
Oberbürgermeister Thomas Hirsch hat auch in diesem Jahr den Welt-AIDS-Tag zum Anlass genommen, um sich bei der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau über die aktuelle Situation in der Region und deutschlandweit zu informieren. Geschäftsführerin Ulrike Bischoff (2.v.r.), Vorstandsmitglied Alice Haseloff (r.) und Praktikantin Marlene Klor begrüßten den OB in den Räumlichkeiten in der Weißenburger Straße.
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Landau. „Positiv zusammen leben“: Unter diesem Motto steht auch in diesem Jahr der Welt-AIDS-Tag in Deutschland.
Mit der gleichnamigen Kampagne wollen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Bundesgesundheitsministerium, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung rund um den Aktionstag am 1. Dezember für die Themen Diskriminierung und Ausgrenzung im Zusammenhang mit HIV und AIDS sensibilisieren.
Auch die AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau beteiligt sich mit verschiedenen Informations- und Präventionsveranstaltungen am Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember.
Oberbürgermeister Thomas Hirsch hat dem Verein im Vorfeld des Aktionstags einen Besuch abgestattet, um den haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern für deren Engagement zu danken und sich über die aktuelle Situation des 1988 gegründeten, gemeinnützigen Vereins zu informieren.
„Die AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau übernimmt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, betont der OB. „In meiner Arbeit als Jugenddezernent merke ich immer wieder, dass trotz der Überfülle an Informationen durch das Internet viele Jugendliche über Themen wie Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten nur unzureichend Bescheid wissen.
Die AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe leistet hier wertvolle Präventionsarbeit, beispielsweise an Schulen. Besonders begrüße ich, dass meist junge Ehrenamtliche die Fragen der Jugendlichen beantworten – so können Hemmungen leichter abgebaut werden.“
Ulrike Bischoff, Geschäftsführerin der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau, bestätigt die Entwicklung hin zu einer gewissen Sorglosigkeit im Umgang mit HIV. Zwar sei die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland stabil, doch würden sich immer mehr Menschen, die nicht zu den Risiko-Gruppen gehörten, mit dem Virus infizieren – besonders heterosexuelle Frauen.
„HIV kann jeden treffen“, fasst Bischoff zusammen. „Daher ist es wichtig, dass sich auch heterosexuelle Menschen testen lassen, wenn es dafür einen Anlass gibt. HIV ist heute kein Todesurteil mehr, sondern kann gut behandelt werden.“
Schlimmer als die Krankheit selbst sei oft die Ausgrenzung, die die Patienten erfahren müssten, so Bischoff. „Ziel des Welt-AIDS-Tags ist auch, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist. Hier ist noch viel Aufklärung nötig, um Ängste, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen.“
Das Einzugsgebiet der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe umfasst nicht nur die Stadt Landau, sondern auch die Landkreise Südliche Weinstraße und Germersheim. Der Verein wird von der Stadt und den beiden Landkreisen ebenso wie vom Land Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt, bleibt aber auf Spenden angewiesen. OB Hirsch überreichte bei seinem Besuch eine Spende in Höhe von 500 Euro aus Mitteln der Sparkassenstiftung.
Die AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau berät persönlich, telefonisch oder per E-Mail, leistet Aufklärungs- und Präventionsarbeit und bietet mit dem „Café Regenbogen“ einen Beratungs- und Begegnungstreff an.
Am Welt-AIDS-Tag, 1. Dezember, führt der Verein drei HIV-Präventionen für Schüler des Eduard-Spranger-Gymnasiums durch und lädt von 12 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in ihre Räumlichkeiten in der Weißenburger Straße.
Am 3. Dezember findet ab 18 Uhr ein Sonntags-Café zum Welt-AIDS-Tag statt. Am 5. Dezember führt der Verein von 17 bis 19 Uhr eine HIV-Prävention für Erwachsene durch. Alle Termine sowie weitere Informationen finden sich auf www.aidshilfe-rlp.de/landau.

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