
Der Nürburgring sei gesichert – hieß es noch vor wenigen Wochen.
(Foto: dts Nachrichtenagentur)
Mainz – Capricorn-Chef Robertino Wild hat seine Anteile am Nürburgring an einen Treuhänder übergeben. Ist das Unternehmen doch nicht so flüssig wie gedacht? Sorge breitet sich aus in der Mainzer Polit-Landschaft.
Bis Ende Oktober soll Wild die ausstehende zweite Rate in Höhe von fünf Millionen Euro bezahlen.
Sollte sich bis dahin bis keine Lösung finden, müsste der Nürburgring wohl neu ausgeschrieben werden. Und nicht nur das: Die EU-Kommission fordert eine Frist von viereinhalb Monaten. Ansonten droht die Stilllegung, so Nürburgring-Sanierer Pietro Nuvoloni,
Die Rhein-Zeitung und der SWR hatten berichtet, Wild habe seine Villa und eine millionenschwere Gemäldesammlung mehrfach beliehen und suche jetzt nach neuen Geldgebern.
Die rot-grüne Landesregierung sei besorgt ob der neuen Entwicklungen, sagte Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler.
Der Landesrechnungshof hatte in seinem Prüfbericht der früheren SPD-Regierung Fehlverhalten attestiert. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering hatte den bericht jedoch angezweifelt.
CDU-Chefin Julia Klöckner forderte von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Hendrik Hering, Innenminister Roger Lewentz und Finanzminister Carsten Kühl „zurückzuziehen“. Alle drei seien in das „Täuschungsmanöver“ rund um den Nürburgring verstrickt. (red)

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