Sonntag 19.Juli 2026

Veterinäramt Kreis Bad Dürkheim: Bei Hitzewelle auch an Tiere denken

24. Juni 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Ratgeber, Tiere

Hundeschwimmen tut gut, wird aber erst zum Ende der Freibadsaison angeboten. Bei der aktuellen Hitzewelle sollten wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. 
Symbolbild: Pfalz-Express

Kreis Bad Dürkheim – Die Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius stellt nicht nur für Menschen eine Belastung dar. Auch Tiere leiden unter der extremen Wärme. Darauf weist das Veterinäramt des Kreises Bad Dürkheim hin und gibt Hinweise zum richtigen Umgang mit Haustieren in den kommenden Tagen.

„Schon eine Schale Wasser für Haus- und Wildtiere und einige Vorsichtsmaßnahmen können bei diesen extremen Temperaturen Leben retten. Passen Sie auf Ihre tierischen Mitbewohner auf“, sagt der Leiter des Veterinäramts, Arno Fickus.

Tiere nicht im Auto lassen

Ein zentraler Appell betrifft Fahrzeuge: Tiere dürfen keinesfalls im Auto zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit! Bereits nach wenigen Minuten können lebensgefährliche Temperaturen entstehen. Ein geöffnetes Fenster oder ein Schattenplatz reichen nicht aus.

Spaziergänge anpassen

Spaziergänge sollten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Längere Aktivitäten in der Mittagshitze sind zu vermeiden. Zudem empfiehlt das Veterinäramt, stets ausreichend Trinkwasser für Hunde mitzuführen. Ein häufig unterschätztes Risiko ist heißer Asphalt, der zu Verbrennungen an den Pfoten führen kann.

Für Abkühlung sorgen

Tiere brauchen Rückzugsmöglichkeiten im Schatten sowie ausreichend frisches Wasser, das regelmäßig erneuert und gereinigt werden sollte. Geschlossene Ställe, Transportboxen oder Gehege mit direkter Sonneneinstrahlung können sich schnell stark aufheizen und zur Gefahr werden.

Unterstützend können Kühlmatten, feuchte Handtücher oder kleine Planschmöglichkeiten eingesetzt werden. Wichtig ist jedoch, Tiere langsam abzukühlen und sie nicht mit eiskaltem Wasser zu übergießen.

Eisgekühlte Schleckmatten

Als zusätzliche Möglichkeit nennt das Veterinäramt sogenannte Schleckmatten. Diese können mit geeigneten Lebensmitteln wie Joghurt, Frischkäse, Nassfutter oder püriertem Obst bestrichen und eingefroren werden. Das Beschäftigen mit der gekühlten Nahrung sorgt zugleich für Abkühlung.

Auch kleine Tiere leiden unter Hitze

Auch kleinere Tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hühner sind von der Hitze betroffen. Wenn möglich, sollten sie bei extremen Temperaturen in kühlere Innenräume gebracht werden. Außengehege müssen ausreichend beschattet sein, etwa durch Sonnensegel oder Sonnenschirme.

An Wildtiere denken

Auch Wildtiere sind betroffen. Flache Wasserschalen im Garten können Vögeln, Igeln und Insekten helfen. Um zu verhindern, dass Insekten darin ertrinken, kann ein Stein in die Schale gelegt werden. Die Wasserstellen sollten regelmäßig gereinigt und an schattigen Orten platziert werden.

Tierärztliche Hilfe im Notfall

Besondere Aufmerksamkeit gilt möglichen Warnzeichen eines Hitzschlags bei Tieren. Dazu zählen unter anderem starkes Hecheln, Unruhe, Schwäche, Taumeln, Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen. Im Verdachtsfall sollte das Tier langsam gekühlt und umgehend tierärztlich versorgt werden. Außerhalb der Sprechzeiten gibt der Haustierarzt in der Regel Hinweise zum tierärztlichen Notdienst über den Anrufbeantworter.

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