
Hundeschwimmen tut gut, wird aber erst zum Ende der Freibadsaison angeboten. Bei der aktuellen Hitzewelle sollten wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Symbolbild: Pfalz-Express
Kreis Bad Dürkheim – Die Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius stellt nicht nur für Menschen eine Belastung dar. Auch Tiere leiden unter der extremen Wärme. Darauf weist das Veterinäramt des Kreises Bad Dürkheim hin und gibt Hinweise zum richtigen Umgang mit Haustieren in den kommenden Tagen.
„Schon eine Schale Wasser für Haus- und Wildtiere und einige Vorsichtsmaßnahmen können bei diesen extremen Temperaturen Leben retten. Passen Sie auf Ihre tierischen Mitbewohner auf“, sagt der Leiter des Veterinäramts, Arno Fickus.
Tiere nicht im Auto lassen
Ein zentraler Appell betrifft Fahrzeuge: Tiere dürfen keinesfalls im Auto zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit! Bereits nach wenigen Minuten können lebensgefährliche Temperaturen entstehen. Ein geöffnetes Fenster oder ein Schattenplatz reichen nicht aus.
Spaziergänge anpassen
Spaziergänge sollten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Längere Aktivitäten in der Mittagshitze sind zu vermeiden. Zudem empfiehlt das Veterinäramt, stets ausreichend Trinkwasser für Hunde mitzuführen. Ein häufig unterschätztes Risiko ist heißer Asphalt, der zu Verbrennungen an den Pfoten führen kann.
Für Abkühlung sorgen
Tiere brauchen Rückzugsmöglichkeiten im Schatten sowie ausreichend frisches Wasser, das regelmäßig erneuert und gereinigt werden sollte. Geschlossene Ställe, Transportboxen oder Gehege mit direkter Sonneneinstrahlung können sich schnell stark aufheizen und zur Gefahr werden.
Unterstützend können Kühlmatten, feuchte Handtücher oder kleine Planschmöglichkeiten eingesetzt werden. Wichtig ist jedoch, Tiere langsam abzukühlen und sie nicht mit eiskaltem Wasser zu übergießen.
Eisgekühlte Schleckmatten
Als zusätzliche Möglichkeit nennt das Veterinäramt sogenannte Schleckmatten. Diese können mit geeigneten Lebensmitteln wie Joghurt, Frischkäse, Nassfutter oder püriertem Obst bestrichen und eingefroren werden. Das Beschäftigen mit der gekühlten Nahrung sorgt zugleich für Abkühlung.
Auch kleine Tiere leiden unter Hitze
Auch kleinere Tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hühner sind von der Hitze betroffen. Wenn möglich, sollten sie bei extremen Temperaturen in kühlere Innenräume gebracht werden. Außengehege müssen ausreichend beschattet sein, etwa durch Sonnensegel oder Sonnenschirme.
An Wildtiere denken
Auch Wildtiere sind betroffen. Flache Wasserschalen im Garten können Vögeln, Igeln und Insekten helfen. Um zu verhindern, dass Insekten darin ertrinken, kann ein Stein in die Schale gelegt werden. Die Wasserstellen sollten regelmäßig gereinigt und an schattigen Orten platziert werden.
Tierärztliche Hilfe im Notfall
Besondere Aufmerksamkeit gilt möglichen Warnzeichen eines Hitzschlags bei Tieren. Dazu zählen unter anderem starkes Hecheln, Unruhe, Schwäche, Taumeln, Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen. Im Verdachtsfall sollte das Tier langsam gekühlt und umgehend tierärztlich versorgt werden. Außerhalb der Sprechzeiten gibt der Haustierarzt in der Regel Hinweise zum tierärztlichen Notdienst über den Anrufbeantworter.

Diesen Artikel drucken
Das könnte Sie auch interessieren:
- Germersheim: Veterinäramt findet exotische Tiere in katastrophalem Zustand – teils qualvoll verendet – Kripo ermittelt
Germersheim – Ein schreckliches Bild bot sich am 7. September im Anwesen eines 37-jährigen Mannes in Germersheim. Dort hatten das Veterinäramt, die ... - Hitzewelle erwartet – Speyer gibt Tipps zum Umgang mit extremen Temperaturen
In Speyer wird wie in fast allen Teilen Deutschlands in den kommenden Tagen eine Hitzewelle erwartet. Die Innenstadt ist dabei besonders betroffen ... - Hitzewelle rollt auf Deutschland zu
Offenbach – Auf Deutschland rollt eine Hitzewelle zu. Der Deutsche Wetterdienst teilte mit, am Dienstag beginne eine Hitzeperiode mit Höchstwerten in ganz ... - Landwirte sorgen sich wegen Hitzewelle um Ernte
Berlin – Die Landwirte in Deutschland sorgen sich angesichts der anstehenden Hitzewelle um ihre Ernte. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte der „Neuen Osnabrücker ... - Bulgaren transportieren 66 Hundewelpen: Veterinäramt bringt Hunde ins Neustadter Tierheim
Kirchheim an der Weinstraße. Am 28. April gegen 6.35 Uhr wurde die Polizeiinspektion Kirchheim durch einen Verkehrsteilnehmer telefonisch informiert, dass sich auf ... - Vogelgrippe: Zwei Verdachtsfälle bei Kranichen im Kreis Bad Dürkheim
Im Landkreis Bad Dürkheim gibt es die ersten Verdachtsfälle einer Infektion mit der Vogelgrippe. Wie das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) mitteilt, wurden bei ... - Afrikanische Schweinepest: Sperrzonen im Norden des Landkreises Bad Dürkheim eingerichtet
DÜW – Im Landkreis Bad Dürkheim wurden bisher keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Dennoch sind nördliche Gemeinden des Landkreises jetzt ... - Vogelgrippe: Ab 1. Dezember keine Pflicht zur Aufstallung in SÜW und Landau – Veterinäramt empfiehlt freiwillige Maßnahmen
Für das Gebiet des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau gilt wegen der aviären Influenza, umgangssprachlich Vogelgrippe genannt, noch bis Sonntag, ... - Kreis Bad Dürkheim plant Impfzentren: Standorte in Neustadt und Bad Dürkheim wahrscheinlich
Bad Dürkheim/Neustadt. Für die Bewohner des Landkreises Bad Dürkheim werden voraussichtlich zwei Impfzentren zur Verfügung stehen: Eines ist gemeinsam mit der Stadt ... - Corona: Alle Klassensäle sollen gelüftet werden können – Kreis Bad Dürkheim rüstet rund 100 Fenster um
Bad Dürkheim. Frische Luft ist bei Corona ein wichtiges Thema: Damit sich möglicherweise infektiöse Aerosole nicht ausbreiten können, sollten Räume regelmäßig gelüftet ... - Kreis Bad Dürkheim: Sicherer Schulweg für Schulanfänger
DÜW – Nächste Woche beginnt nach 6 Wochen Sommerferien das neue Schuljahr. Dann heißt es wieder „ACHTUNG SCHULANFANG“. In den Grundschulen der ... - Landau: Verein „Schüler für Tiere“ übergibt fast 2.000 Briefe gegen Ponyreitenan Stadt
Landau/Kandel – Der Verein „Schüler für Tiere“ aus Kandel hat 1765 Briefe und 180 E-Mails erhalten, in denen sich Bürger gegen die ...












