
Bundeswehrkrankenhaus
Foto: dts Nachrichtenagentur
Der Bund Deutscher Einsatzveteranen hat nach dem Ende des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr eine bessere Versorgung jener Soldaten gefordert, die in Auslandseinsätzen körperlich oder seelisch verletzt werden.
„Wir sind froh, dass die letzten Kontingentteilnehmer gesund die Heimat erreicht haben“, sagte der Verbandsvorsitzende Bernhard Drescher dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Zuvor waren die letzten Soldaten zurückgekehrt. „Nach 20 Jahren mit 160.000 eingesetzten und 59 toten Soldaten sowie einer großen Anzahl körperlich sowie unzähliger seelisch und moralisch Verwundeter bleibt jedoch gerade jetzt für die Hinterbliebenen und Angehörigen die Frage nach dem `Wofür` des Einsatzes dauerhaft offen“, so Drescher.
Er fügte hinzu, dass der Umfang der seelischen und sozialen Folgen für die Soldaten des Einsatzes sich erfahrungsgemäß erst in einigen Jahren zeigen werde. „Aus diesem Grund würden wir uns nun endlich erhoffen, dass die Verfahren zur Anerkennung möglicher Wehrdienstbeschädigungen künftig bürokratisch entrümpelt, zeitlich gestrafft und fürsorglich gestaltet werden.“ Dies gelte besonders für diejenigen, die die Bundeswehr zwischenzeitlich verlassen hätten. „Einen zweiten Krieg, den bisher regelmäßig stattfindenden Verwaltungskrieg um Versorgung, haben diese tapferen Menschen nicht verdient“, sagte der Verbandsvorsitzende. (dts Nachrichtenagentur)
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