
Norbert Röttgen
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Mehrere Spitzenpolitiker der CDU legen kurz vor der politischen Weihnachtspause in der Beliebtheit zu. Das ist das Ergebnis der aktuellen „Politikertreppe“ des „Spiegel“, die vom Meinungsforschungsinstitut Kantar erstellt wird.
Demnach konnte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit acht Prozentpunkten im Vergleich zum September (Platz 6) den größten Zuwachs erzielen. Die CDU-Politikerin war im Ringen um den Brexit und den EU-Haushalt zuletzt besonders präsent.
Jens Spahn (plus fünf Prozentpunkte) erreicht in der „Politikertreppe“ ein Allzeithoch und zieht mit CSU-Chef Markus Söder gleich, beide belegen nun Platz 3.
Von den Bewerbern um den CDU-Vorsitz rückte Norbert Röttgen (Platz 11) am stärksten vor. Er rangiert nun gleichauf mit Friedrich Merz und hat Armin Laschet (Platz 13) überholt. Für Merz weist die Umfrage rückläufige Werte aus.
Angela Merkel (CDU) geht mit gestiegenen Zustimmungswerten (plus fünf Prozentpunkte) in ihr letztes Jahr als Bundeskanzlerin.
Die Frage nach der Wunschfarbe der künftigen Bundesregierung ergibt ein sehr zersplittertes Bild: Mehr Befragte (17 Prozent) sprechen sich für ein auf Bundesebene neuartiges schwarz-grünes Bündnis aus als dafür, die bestehende schwarz-rote Koalition fortzusetzen (12 Prozent). Schwarz-Grün ist vor allem bei Senioren gut angesehen.
Die erprobte Konstellation aus CDU und FDP hat nur so viel Zustimmung wie eine unwahrscheinliche Verbindung von Union und AfD (jeweils vier Prozent). In Ostdeutschland wünschen sich tendenziell mehr Menschen die AfD in der Regierung als im Westen. Bei der Corona-Bekämpfung trauen mehr Befragte der Bundesregierung zu, die richtigen Maßnahmen zu treffen, als ihrer Landesregierung (44 zu 36 Prozent). Die größten Fans der Zentralmacht finden sich bei den Anhängern der Grünen.
Kurz vor Beginn der Corona-Impfungen geben mehr als zwei Drittel der Befragten an, sich auf jeden Fall (37 Prozent) oder wahrscheinlich (31 Prozent) impfen zu lassen. Die Unterstützer der AfD sind hingegen mehrheitlich Impfgegner oder Impfskeptiker.
Die Erhebung von Kantar erfolgte zwischen dem 14. und 16. Dezember unter 1.077 Befragten. (dts Nachrichtenagentur)

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