
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Kiew – Die ukrainische Regierung hat die Anschuldigungen Russlands, dass eine ukrainische Agentin Darja Dugina umgebracht haben soll, scharf zurückgewiesen.
Der ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podolyak sagte der „Bild“: „Die Ukraine ist sicherlich nicht in den Mord an Frau Dugina verwickelt. Das ist in vielerlei Hinsicht bedeutungslos für die Ukraine. Die Familie Dugin ist kein Objekt, das den aktiven Organisatoren und Moderatoren des Krieges zugerechnet werden kann. Sie sind lediglich Elemente des allgemeinen hysterischen Propagandasystems Russlands.“
Podolyak sagte weiter: „Gezielte terroristische Aktionen, bei denen jemand auf dem Territorium der Russischen Föderation eliminiert wird, sind nicht der Weg der Ukraine. Die Ukraine führt einen Befreiungskrieg.“ Es sei absurd zu behaupten, dass eine ukrainische Sabotagegruppe im am meisten geschützten Odintsovsky-Bezirk des Moskauer Gebiets arbeiten kann.
Podolyak sagte weiter. „Es profitiert derjenige Teil des politischen Spektrums der Russischen Föderation vom Tod von Frau Dugina, der sich für die Mobilisierung zur Eskalation, für die Radikalisierung der Feindseligkeiten und für die Möglichkeit des Einsatzes solcher Waffentypen einsetzt, die durch verschiedene Konventionen verboten sind.“
Auf die Frage, was der Präsidentenberater zu den Aussagen des ehemaligen Kreml-Abgeordneten Ponomarev sagt, der Mord sei das Werk einer russischen Widerstandsgruppe, entgegnete Podolyak: „Natürlich muss man diese Information von Herrn Ponomarev überprüfen. Wir glauben, dass es in Russland ein Potenzial für eine Partisanenbewegung gibt, ein Potenzial für eine Protestbewegung, insbesondere in ethnischen Republiken. Wir glauben, dass in dem Maße, in dem Russland militärische Niederlagen auf dem Territorium der Ukraine erleidet, in dem Maße, in dem Russland wirtschaftlich verliert, die Protestbewegungen wachsen werden.“ (dts Nachrichtenagentur)
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