Sonntag 15.Februar 2026

Turbofläche Grünstadt-Ost rückt näher

27. Januar 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Wirtschaft in der Region

Daniela Schmitt
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Grünstadt – Der geplante Gewerbe- und Industriestandort „Grünstadt-Ost“ ist einen Schritt weiter.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) hat die Machbarkeitsstudie für die rund 48 Hektar große Fläche übergeben. Das Areal ist Teil der landesweiten Turboflächen-Initiative, mit der Rheinland-Pfalz die Entwicklung wichtiger Wirtschaftsflächen beschleunigen will.

Ziel der Initiative ist es, Kommunen bei der Ausweisung und Entwicklung großer Gewerbe- und Industrieflächen frühzeitig zu unterstützen. Planungs- und Genehmigungsprozesse sollen besser aufeinander abgestimmt und Entwicklungszeiten verkürzt werden, ohne rechtliche oder fachliche Standards abzusenken.

Der Standort Grünstadt-Ost nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Ausschlaggebend sind vor allem die Größe der Fläche, die Nähe zur Autobahn A6, die direkte Anbindung an die Bundesstraße 271 sowie die Einbindung in bestehende gewerbliche Nutzungen. Aus Sicht des Landes zählt Grünstadt-Ost damit zu den landesweit bedeutsamen Potenzialflächen.

Die Turboflächen-Initiative ist ein gemeinsames Projekt des Wirtschaftsministeriums und des Innenministeriums. Die Machbarkeitsstudien wurden im Jahr 2025 von externen Fachbüros erarbeitet, jeweils in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen. Insgesamt umfasst das Programm 13 Standorte mit rund 1.200 Hektar möglicher Entwicklungsfläche in allen Planungsregionen von Rheinland-Pfalz.

Für Grünstadt-Ost beginnt im Januar 2026 die nächste Phase. In sogenannten Werkstattgesprächen sollen gemeinsam mit der Stadt und begleitenden Planungsbüros die weiteren Entwicklungsschritte konkretisiert werden. Das Land unterstützt diesen Prozess organisatorisch und finanziell.

Langfristig sollen die Erfahrungen aus der Turboflächen-Initiative in eine neue landesweite Strategie für Gewerbe- und Industrieflächen einfließen. Auf dieser Grundlage ist für 2026 eine landesweite Ausschreibung sogenannter landesbedeutsamer Gewerbe- und Industrieflächen geplant.

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