Dienstag, 25. Juni 2024

Tränenfurche entfernen: Was hilft am besten?

6. Dezember 2021 | Kategorie: Gesundheit, Mode & Schönheit, Ratgeber

Die Maske in Corona-Zeiten hebt die Augen noch stärker hervor.
Foto: © Unsplash/ Ani Kolleshi

In Zeiten der Pandemie ist der Anblick eines ganzen Gesichts zur Seltenheit geworden. Meist sind es nur die Augen, die nicht unter der Maske verborgen bleiben und somit den ersten Eindruck liefern.

Wenn diese jedoch von dunklen Schatten umrandet sind und sich tiefe Tränenfurchen unter den Augen präsentieren, hat sich das mit dem guten ersten Eindruck unter der Maske auch schnell erledigt. Sie sorgen für einen müden und ausgebrannten Ausdruck im Gesicht – auch wenn das eigentlich gar nicht der Fall ist. Erfahren Sie hier, welche Ursachen die Tränenfurche hat und was man dagegen tun kann.

Was ist eine Tränenfurche?

Die Tränenfurche, auch bekannt als Tränenrinne, ist eine Vertiefung unterhalb des Auges. Sie setzt typischerweise am inneren Augenwinkel an und erstreckt über das gesamte Unterlid hin zum äußeren Lidrand. Charakteristisch für die Tränenfurche ist nicht nur die eingefallene Haut, sondern auch eine dunkle Färbung. Diese kann bräunlich oder auch blau-lila sein. 

Die Tränenfurche kann genetisch bedingt sein, aber auch im Laufe des Alters entsteht sie bei vielen Menschen.

Was sind die Ursachen für die Entstehung einer Tränenfurche?

Wer Tränenfurchen unter den Augen hat, muss sich grundsätzlich keine Sorgen machen. Die Haut in der Augenpartie ist die dünnste am ganzen Körper – die Dicke beträgt nur 0,5 Millimeter. Außerdem ist die Haut nicht mit Fettgewebe unterlagert wie am Rest des Körpers. Das bedeutet, dass die natürliche Polsterung von innen fehlt.

Genetische Veranlagung

In vielen Fällen liegt für die Tränenfurche eine genetische Veranlagung vor, die das Unterlid eingefallen aussehen lässt. Verstärkt wird dieser Effekt durch eine Hyperpigmentierung, die ebenfalls genetisch bedingt ist. Dabei lagert sich verstärkt Melanin (Hautpigment) in der Augenpartie ab. Die abgesunkene Unterlid-Partie wirkt dadurch noch dunkler und eingefallener. Begünstigt wird die Einlagerung von Melanin im Unterlid durch die UV-Strahlung.

Hautalterung

Eine weitere Ursache für die Entstehung einer Tränenfurche ist die Hautalterung. Diese beginnt mit ca. Mitte 20 und zieht einen Abbau der Bindegewebsstrukturen nach sich. Das bedeutet, dass der Kollagenanteil in der Haut sinkt und Elastin abgebaut wird -die Haut wird schlaff und dünn. Da die Haut in der Augenpartie bereits von Natur aus sehr dünn ist, zeigt sich der altersbedingte Abbau hier sehr schnell. Das fehlende Hautvolumen sorgt dafür, dass die Blutgefäße und Äderchen stärker sichtbar werden.

Externe Einflüsse

Wenn sich Tränenfurchen bilden, kann das auch durch externe Faktoren begünstigt werden. Dazu gehören:

  • Schlafmangel
  • Vitamin- und Flüssigkeitsmangel
  • Alkohol- und Nikotinkonsum
  • lange Bildschirmzeiten

All diese Einflüsse beanspruchen entweder die Augen übermäßig oder sorgen für eine schlechtere Versorgung der Gefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Konsum von Alkohol und Nikotin setzt außerdem freie Radikale frei, die die Hautalterung beschleunigen und so den die eingesunkene Partie verstärken.

Was kann man gegen Tränenfurchen tun?

Tränenfurchen verleihen den Augen einen kränklichen und müden Ausdruck und daher ist es verständlich, dass Betroffene auf der Suche nach dem besten Mittel dagegen sind. Sind die Tränenfurchen genetisch bedingt, ist das noch lange kein Grund zu verzweifeln. Es gibt mehrere Mittel und Wege, um Tränenfurchen zu entfernen oder zumindest abzumildern.

Unterspritzung mit Hyaluron

Die schnellste und einfachste Methode, um tiefe Tränenrinnen langfristig loszuwerden, ist die Unterspritzung der eingesunkenen Bereiche mit Hyaluronsäure.

Hyaluronsäure kommt natürlicherweise auch im Körper vor und ist dazu da, Wasser zu speichern. Dadurch bleibt die Hautfeuchtigkeit erhalten. Mit der Unterspritzung werden die “Hohlräume” aufgefüllt und es entsteht ein Polster, dass die Haut von außen optisch fester und straffer erscheinen lässt. Die Hyaluronsäure dient als Ersatz für das fehlende Fettpolster in der Augenpartie und dadurch werden auch durchscheinende Blutgefäße reduziert.

Gesunder Lebensstil

Eine wichtige Rolle für eine schöne und ausdrucksstarke Augenpartie spielt die Ernährung der Lebensstil. An erster Stelle sollte dabei der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol stehen. Außerdem ist ein gesunder Schlaf wichtig, damit der Körper sich regenerieren und Abbauprodukte des Stoffwechsels abtransportieren kann – sonst sammeln sie sich im Körper an und können Tränenfurchen verstärken.

Für einen gesunden Teint und eine straffe Augenpartie sollte dem Körper täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zugeführt werden, ebenso wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sowie Antioxidantien. Diese verhindern, dass freie Radikale die Haut schädigen. 

Augencremes

Bei dunklen Tränenfurchen bietet sich die Anwendung von Augencremes mit aufhellenden und aufpolsternden Wirkstoffen an. Dafür eignen sich Cremes mit Hyaluronsäure und Vitamin C. Auch der Anti Aging Wirkstoff Retinol kann Tränenfurchen reduzieren und die Haut unter den Augen festigen.

Auch Cremes mit Wirkstoffen auf pflanzlicher Basis sind eine effektive Alternative. Bekannt ist die Jasminsalbe, die dunkle Schatten unter den Augen mit Hilfe von Jasmin-Extrakt aufhellen soll. Zudem kann der Wirkstoff die Kollagenproduktion stimulieren und so für mehr Festigkeit der Haut sorgen.

Make-Up

Um Tränenfurchen besonders schnell zu kaschieren, ist Make-Up am besten geeignet. Das Ergebnis ist zwar nicht von Dauer, allerdings kostengünstiger und effektiver als eine Unterspritzung. Mit Hilfe von speziellen Schminktechniken wie dem Color-Correcting können die dunklen Rinnen innerhalb weniger Sekunden nahezu vollständig abgedeckt werden. Dafür wird sich die Farbenlehre zu Nutze gemacht, indem die Verfärbung durch eine Komplementärfarbe neutralisiert wird.

Eine andere Art von Make-Up ist das Permanent Make-Up. Mittlerweile gibt es Methoden, bei denen die Tränenfurchen mit einer passenden Hautfarbe “tätowiert” werden. Diese Technik nennt sich Permanent Concealer oder CC Eye – also ein Concealer, der unter die Haut aufgebracht wird und so nicht einfach abgewaschen werden kann.

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen