Freitag, 30. Juli 2021

Tag der Daseinsvorsorge – Hirsch: Corona-Krise zeigt Bedeutung von kommunalen Leistungen für Allgemeinheit 

22. Juni 2021 | Kategorie: Landau

OB Thomas Hirsch im Freibad am Prießnitzweg mit Julia Heidinger, Fachangestellte für Bäderbetriebe.
Quelle: Stadt Landau

Landau – Der 23. Juni ist der Tag der Daseinsvorsorge.

Deutschlandweit präsentieren Kommunen und kommunale Unternehmen an diesem Tag ihre Leistungen für die Allgemeinheit – von der Energie- und Wasserversorgung über den Glasfaser-Ausbau bis hin zu Krankenhäusern, Schwimmbädern, Feuerwehr und Co. Koordiniert wird der Aktionstag vom Verband kommunaler Unternehmen.

Landaus OB Thomas Hirsch, zugleich Geschäftsführer der Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH, informierte sich anlässlich des bundesweiten Aktionstags vor Ort im Freibad am Prießnitzweg über die gerade gestartete Saison – die zweite „besondere“ in Folge.

Ein Punkt ist zum Beispiel das Freibad. Schon knapp 14.000 hätten im bisherigen Hitze-Juni Abkühlung im Freibad gesucht, sagte Hirsch. Dass das von der Stadtholding betreute Bad mehr ist als „nur“ Freizeiteinrichtung, sei klar: „Schwimmbäder sind Kultur-, Sport- und Gesundheitsgut und als solches ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge. Sie dienen dem gerade in diesen Zeiten so wichtigen sozialen Ausgleich sowie Integration, Inklusion und Teilhabe.“

Der Stadtholding-Geschäftsführer ist stolz, dass es gelungen ist, parallel zum Betrieb des Freibads am Prießnitzweg in den Sommermonaten gemeinsam mit dem SSC Landau und der DRLG Landau eine Schwimmschule für Kinder im Freizeitbad LA OLA auf die Beine zu stellen – und setzt auf ein Entgegenkommen beim Land Rheinland-Pfalz, was den teuren Unterhalt von Bädern angeht, der regelmäßig Löcher in die klammen kommunalen Kassen reißt.

Generell sagt Landaus Stadtchef: „Die aktuelle Krise hat zu einer dramatischen Verschlechterung der Einnahmesituation in den Städten geführt – das trifft die hoch verschuldeten rheinland-pfälzischen Kommunen besonders hart. Ob schnelleres Internet, eine gute und wohnortnahe Gesundheitsversorgung oder ausreichend Kita-Plätze: Die Daseinsvorsorge für die Menschen liegt bei den Kommunen. Sie müssen von Bund und Land ausreichend finanziert werden, brauchen eine Lösung der Altschulden-Frage und Unterstützung bei Corona-bedingten Steuerausfällen.“

Daseinsvorsorge – dazu zählen u.a. die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung sowie das Verkehrs- und Beförderungswesen, aber auch der Ausbau von Glasfaser, verschiedene Bildungs- und Kultureinrichtungen, Krankenhäuser, Friedhöfe, Schwimmbäder und die Feuerwehr. Im Verlauf der Corona-Krise habe man beispielweise durch die Schließung der Schulen, den Notbetrieb in den Kitas und den Wegfall von kulturellen Angeboten erst so richtig gemerkt, wie wichtig die Daseinsvorsorge „für unser aller tägliches Leben ist“, so Hirsch. (red/ld)

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