
Die jungen Leute waren zum Skifahren in das Ahrntal gekommen.
Symbolbild Pfalz-Express
Luttach/Ahrntal – In Südtirol ist in der Nacht zum Sonntag ein Auto in eine Reisegruppe gefahren und hat dabei sechs Menschen getötet. Elf weitere Personen seien verletzt worden, teilte die örtliche Feuerwehr mit.
Der Vorfall ereignete sich gegen 1 Uhr in der Gemeinde Ahrntal im Nordosten Südtirols. Bei dem Unfall war ein Auto in eine Reisegruppe gefahren. Sechs junge Leute zwischen 20 und 25 Jahren wurden getötet und elf weitere Personen verletzt. Bei dem Fahrer soll es sich um einen 28-jährigen Einheimischen handeln. Nach ersten Ermittlungsergebnissen hatte er mehr als 1,9 Promille Alkohol im Blut. Auch gibt es im Ort Klagen darüber, dass viele Autos auf der Hauptstraße zu schnell unterwegs seien.
Die meisten der Todesopfer stammen wohl aus Nordrhein-Westfalen, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. „Dieses schreckliche Unglück macht mich fassungslos und unendlich traurig“, schrieb er. NRW stehe „angesichts dieser schlimmen menschlichen Tragödie“ an der Seite der Angehörigen, der Todesopfer und der Verletzten.
Reiseveranstalter erschüttert
Das Reiseunternehmen aus Aachen, bei dem die jungen Leute gebucht hatten, äußerte sich auf seiner Webseite erschüttert über das Unglück: „Letzte Nacht hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass ich bei einer unserer Reisen im italienischen Bruneck ein schrecklicher Unfall ereignet hat. Ein Auto ist mit erhöhter Geschwindigkeit in einen Teil unserer Reisegruppe gefahren. Dabei haben sechs junge Menschen ihr Leben verloren und elf weitere Personen schwere Verletzungen erlitten. Wir sind in tiefer Trauer und bestürzt über dieses furchtbare Ereignis. All unsere Kräfte, Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und Ihren Familien und Freunden“, heißt es vom Veranstalter.
Merkel: Katastrophe
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erschüttert auf den reagiert: „Die Nachrichten aus Südtirol sind erschütternd – ein fröhlicher Abend, der in der Katastrophe endet“, ließ sich Merkel von Regierungssprecher Steffen Seibert zitieren. „Ich trauere mit allen, die dort heute Nacht Kinder, Geschwister, Freunde verloren haben.“ Den Verletzten wünsche sie „Kraft und baldige Genesung“, fügte die Kanzlerin hinzu.
(red/dts Nachrichtenagentur)
https://twitter.com/LandSuedtirol/status/1213799037478068224
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