Mittwoch, 28. Februar 2024

Streit wegen Steinbrück: „Bankenschreck“ und „verlogene Bande“

6. Oktober 2012 | Kategorie: Nachrichten, Politik

Johannes Kahrs echauffiert sich. (Foto:dts)

Berlin. Der Union reicht die Ankündigung des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, Auftraggeber und Durchschnittshonorar für seine Redeauftritte zu nennen, nicht aus.

Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) sagte „Bild am Sonntag“: „Wer als Kanzlerkandidat verspricht alles offen zu legen, der muss dann auch absolute Klarheit schaffen. Ich sehe auch keinen Grund, warum Vortragshonorare geheim bleiben müssen. Wer als Bankenschreck auftritt, von dem will der Bürger wissen, was er von den so Kritisierten ganz konkret bekommen hat.“

SPD-Politiker  hingegen haben Union und FDP attackiert. „Schwarz-Gelb ist eine verlogene Bande“, sagte der Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, der „Welt am Sonntag“. „Union und FDP haben sich in der Vergangenheit gegen jede Form von Transparenz bei den Nebenjobs von Abgeordneten gesträubt.“ Ihre Angriffe auf Steinbrück seien daher „absurd“, sagte Kahrs. „Ich empfehle den Kollegen von der Koalition, einmal in den Spiegel zu schauen. Dann sehen sie: Wir haben Transparenz gefordert, die Koalition hat Transparenz verhindert.“ Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels äußerte sich ähnlich. „Es ist hochgradig absurd, wenn behauptet wird, der Banken-Kritiker Steinbrück lasse sich von Banken beeinflussen“, sagte Bartels der „Welt am Sonntag“. Er fügte hinzu: „Die Kritik von Union und FDP, die sich gegen jedwede Transparenzregeln gewehrt haben, ist heuchlerisch.“ (dts/red)

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