
Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung trug sich Landesrabbiner Reuven Konnik ins Goldene Buch der Stadt Landau ein.
Quelle: Stadt Landau
Landau – Vor 85 Jahren, am 22. Oktober 1940, wurden rund 6.500 Juden aus der Pfalz, aus Baden und dem Saarland in das französische Internierungslager Gurs deportiert, darunter 34 Personen aus Landau.
Daran erinnerte die Stadt Landau mit einer Gedenkveranstaltung im Hof des Stadtarchivs.
Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) sprach gemeinsam mit Vertretern der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz, des Vereins für Toleranz und Menschlichkeit, der Integrierten Gesamtschule (IGS) Landau sowie des Stadtarchivs und des Stadtmuseums. Ehrengast war der rheinland-pfälzische Landesrabbiner Reuven Konnik.
Geißler erinnerte daran, dass die letzten in Landau verbliebenen Juden genau an diesem Ort zusammengetrieben und nach Gurs abtransportiert wurden. Er betonte die Verantwortung, antisemitischen Tendenzen auch heute entschieden entgegenzutreten.

Neben Oberbürgermeister Dominik Geißler sprachen auch Landesrabbiner Reuven Konnik (rechts) und Prof. Dr. Wolfgang Pauly von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (links).
Quelle: Stadt Landau
Landesrabbiner Konnik hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Erinnerns hervor. Es gehe darum, das Geschehene zu verstehen und die Würde der Menschen wiederherzustellen, indem man erzähle, erinnere und lehre.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden ein Zeitzeugenbericht verlesen und ein szenisches Spiel von Schülern der IGS Landau aufgeführt, das auf Briefen der Landauerin Margarete Drexler basiert. Sie war nach Gurs deportiert und später in Auschwitz ermordet worden. Die musikalische Gestaltung übernahmen Peter Damm (Saxofon) und Michael Letzel (Akkordeon).
Im Anschluss an die Gedenkfeier trug sich Landesrabbiner Konnik im Frank-Loebschen Haus in das Goldene Buch der Stadt ein und erhielt eine Führung durch die Ausstellungen zum jüdischen Leben in Landau.

Quelle: Stadt Landau

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