
Landrätin Theresia Riedmaier, Staatssekretär Dr. Thomas Griese und Projektleiter Dr. Peter Keller mit Vertretern und Mitarbeitern des Bienwaldprojekts vor der mächtigen „Salzleck-Eiche“.
Foto: KV SÜW/red
Kreis Germersheim/Kreis SÜW – Seit fünf Jahren ist das Naturschutzgroßprojekt Bienwald in der Umsetzung. Die Landkreise als Träger des Projekts haben nun Staatssekretär Dr. Thomas Griese vom Umweltministerium in Mainz zu einem Vor-Ort-Besuch eingeladen.
Nach einem Informationsgespräch im Projektbüro in Kandel startete eine kleine Rundfahrt zu ausgewählten Plätzen im Bienwald, an denen exemplarisch die wichtigsten Entwicklungen gezeigt werden konnten.
Landrätin Theresia Riedmaier (SÜW), Projektleiter Dr. Peter Keller, Forstamtleiter Peter Leppla, Vertreter von Naturschutz, DLR sowie Mitarbeiter des Ministeriums, des Landesamts und der Kreisverwaltungen haben Griese begleitet und informiert.
Am Rande von Büchelberg waren die großen Streuobstwiesen, die Pflege der alten Obstbäume und die Vermarktung regionaler Produkte (Apfelsaft) ein wichtiges Thema.
Danach wurden die Altbauminseln besucht – immerhin hat das Projekt 3600 große alte Bäume aufgekauft und damit aus der Bewirtschaftung genommen. Zusammen mit den Vorleistungen des Forstes werden mehr als 10.000 große alte Bäume im Bestand gesichert.
Griese war von der über 300 Jahre alten mächtigen „Salzleck-Eiche“ mit einem Umfang von mehr als fünf Metern sehr beeindruckt: Die Freistellung der Sanddünen und deren Offenhaltung seien ein gutes Beispiel für die Vielfältigkeit der Landschaften im Bienwald und ein Ort für neu entstehende Artenvielfalt von Flora und Fauna, sagte der Staatssekretär.
Für die Erhaltung der offenen Sandflächen ist derzeit eine Ziegenherde im Einsatz, die an ihrem Beweidungsstandort südlich von Schweighofen besucht wurde.
Besondere Bedeutung hat die Naturwaldfläche, die im Einklang mit einem Besucherlenkungskonzept gleichzeitig geschützt und besucht werden kann, wenn die Umsetzung dieses Teilprojekts weiter fortgeschritten ist.
Die notwendige Flurbereinigung wird durch das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in drei Teilabschnitten durchgeführt. Mit dem Staatssekretär wurde auch der Umsetzungsstand besprochen, der durch das so genannte „Kandeler Modell“, das in Übereinstimmung mit der Landwirtschaft entwickelt wurde, in naher Zukunft gute Fortschritte machen sollte. (red)

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