Dienstag, 06. Dezember 2022

Sporthalle von Verbandsgemeinde Jockgrim eingeweiht

29. September 2022 | Kategorie: Kreis Germersheim

V.li.: Jutta Natersky (Projektleitung DILLIG architekten), Stefan Rieß (Geschäftsführer DILLIG architekten), Bürgermeister Karl Dieter Wünstel, Axel Weinstein (Schulleiter der IGS Rheinzabern).
Foto: VG Jockgrim

VG Jockgrim – Die sanierte Sporthalle an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Rheinzabern ist bei einer öffentlichen Sitzung des Verbandsgemeinderats und des Bauausschusses der Verbandsgemeinde Jockgrim offiziell übergeben worden.

Die Anwesenden hatten Gelegenheit, sich bei einer Führung durch Bürgermeister Karl Dieter Wünstel und Stefan Rieß, Geschäftsführer des Architekturbüros DILLIG architekten, von dem Ergebnis der umfassenden Sanierungsmaßnahmen zu machen. Die ehemalige Schulturnhalle ist nun offizielle Sporthalle der Verbandsgemeinde Jockgrim. Aus diesem Grund übergab Axel Weinstein, Schulleiter der IGS Rheinzabern, symbolisch einen Schlüssel an Bürgermeister Karl Dieter Wünstel.

In seiner Begrüßungsrede stellte Wünstel fest, dass die Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle in der Geschichte der Verbandsgemeinde Jockgrim neben dem Bau der Verbandsgemeindeverwaltung und der Sanierung der IGS eines der größten Bauprojekte war.

Das Ergebnis könne sich sehen lassen, so Wünstel, der stolz ist auf die hochmoderne, funktionale und ansprechend gestaltete Sporthalle, die die Vereine und Schulen der Verbandsgemeinde Jockgrim nutzen können.

Besonders wichtig sei ihm bei der Planung gewesen, dass die Vereine auch mit einbezogen wurden. Die Halle und das Foyer können gemeinsam und getrennt als Versammlungsstätte genutzt werden. In einem separaten Raum werden Veranstaltungsmöbel gelagert, die bei Bedarf von den Vereinen und Schulen genutzt werden können.

Nicht alles sei so gelaufen wie man sich das anfangs vorgestellt hatte, so Wünstel. Die ursprüngliche Fertigstellung war für Anfang 2022 geplant. Der Termin konnte allerdings nicht gehalten werden, es gab unvorhersehbare Verzögerungen wie beispielsweise ein Starkregenereignis mit Wassereinbruch im Sommer 2020, Lieferengpässe und ein corona-bedingter Mangel an Arbeitskräften.

Die allgemeine Kostensteigerung sei auch bei der VG-Sporthalle zu verzeichnen. Die Kosten seien deshalb deutlich höher als ursprünglich geplant. Anstatt 4,8 Mio. Euro hätte die Maßnahme knapp 6 Mio. Euro gekostet. Noch nicht abgezogen sei dabei allerdings die Schadenssumme für den Wasserschaden, die über die Versicherung beglichen wird. Die Höhe steht noch nicht abschließend fest. Letztendlich hätten auch die unverhältnismäßig gestiegenen Materialkosten zur Verteuerung beigetragen.

Stefan Rieß berichtete, dass die Turnhalle vor der Sanierung erhebliche bauliche Mängel aufwies. Hierzu gehörten beispielsweise Undichtigkeiten der Haupt- und Nebendächer, unzureichender Brandschutz und Rettungswege (auch beim Theaterraum), Schadstoffbelastung, schlechte Wärmedämmung, veraltete Gebäudetechnik, erhebliche Unzulänglichkeiten beim Sportboden, unmoderne Sportgeräte, mangelnder Unfallschutz, schlechte Trinkwasserhygiene oder ungenügende Beleuchtung, etc.

Schick und modern: Die sanierte Sporthalle.
Foto: VG Jockgrim

Die Baugenehmigung wurde im Juni 2020 erteilt.  Es folgt die Abstimmung mit Vereinen, Schule, der Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde, dem Gemeindeunfallverband, dem Brandschutz, Fachingenieuren für die Technische Gebäudeausrüstung, Statik, Prüfstatik, Energieeffizienz, etc. Baubeginn war in den Sommerferien 2020. Dabei wurden alle Materialien und Bauteile bis auf den konstruktiven Rohbau zurückgebaut. Stefan Rieß fasste die wesentlichen Sanierungsmaßnahmen folgendermaßen zusammen:

Energetische Maßnahmen:

  • Das Dach wurde als hochwärmegedämmte Satteldachkonstruktion erneuert.
  • Energiesparende Fenster und Türen wurden eingebaut.
  • Das gesamte Gebäude wurde mit einem nachhaltigen Mineralwoll-Wärmedämmverbundsystem gedämmt.
  • Hocheffiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung für alle Bereiche (Sporthalle, Umkleiden, Sanitär, Foyer) wurden eingebaut.
  • Die energiesparende LED-Beleuchtung in allen Bereichen orientiert sich an Beleuchtungsanforderungen der jeweiligen Sportart.
  • Bei der Wahl der Steuerungstechnik und den Bewegungsmeldern wurde auf Energieeffizienz geachtet.
  • Die Hallte wird mit einer energiesparenden Deckenstrahlheizungsanlage beheizt.

Berücksichtigung von Kriterien der Barrierefreiheit:

Kriterien der Barrierefreiheit wurden durch Schaffung schwellenloser Ein- und Übergänge, Einbau von Behinderten-WCs, Installation einer Rampe zum Zuschauerbereich sowie Glasausschnitten in den Brüstungselementen auf der Tribüne berücksichtigt.

Maßnahmen für die Sicherheit:

  • Der Einhaltung der Brandschutzvorschriften wurde durch den Einbau von zusätzlichen Fluchttüren, einer Fluchtbrücke zum Theaterraum, einer Brandmeldeanlage (aufgeschaltet auf die Rettungsstelle der Feuerwehr), einer Sprachalarmierungsanlage sowie einer Notstromversorgung als Rettungswegbeleuchtung Rechnung getragen.
  • Unter Berücksichtigung von Kriterien des Unfallschutzes wurde ein flächenelastischer Sportboden verlegt, nachgiebige Holz-Prallwände installiert, Sportgeräte angeschafft und eine Kletterwand eingebaut.
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