Dienstag, 29. November 2022

„Spiegel“-Redakteur verteidigt Veröffentlichung von Strache-Video

19. Mai 2019 | Kategorie: Nachrichten, Panorama, Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Hamburg  – „Spiegel“-Redakteur Wolf Wiedmann-Schmidt hat die Veröffentlichung des Skandal-Videos mit kompromittierenden Aussagen des bisherigen österreichischen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ) verteidigt.

„Wir haben das öffentliche Interesse an den Ausschnitten, die wir gezeigt haben, als sehr hoch bewertet“, sagte Wiedmann-Schmidt dem Fernsehsender n-tv. Da werde unverhohlen angeboten, wenn man der FPÖ auf Platz eins verhelfe, dann gebe es öffentliche Aufträge. „Das hat für uns gerechtfertigt, dass wir damit an die Öffentlichkeit gehen.“

Man habe zudem nur genau die Aussagen veröffentlicht, die man für öffentlich relevant gehalten habe. „Wir werden nicht private Plaudereien öffentlich machen.“ Es sei nur darum gegangen, die politisch brisanten Vorgänge öffentlich zu machen. „Bei allem weiteren haben wir entschieden, es nicht öffentlich zu machen, weil es da nicht hingehört.“

Zur Herkunft des Videos wollte Wiedmann-Schmidt aus Quellenschutzgründenn ichts sagen. Der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ hätten es zugespielt bekommen. „Wir haben es ausgewertet, haben auch sichergestellt, dass es nicht gefälscht ist und haben uns dann dazu entschieden, es zu machen.“

Der „Spiegel“-Redakteur zeigte sich überrascht, dass die Enthüllungen Strache so schnell zu Fall brachten. Man habe erwartet, dass das große Diskussionen auslösen und es Debatten über die Folgen geben werde. „Dass es aber so schnell geht und dass gleich am nächsten Tag der Rücktritt folgt, hätte ich persönlich jetzt so nicht erwartet“, sagte Wiedmann-Schmidt. „Aber, es war klar, weil die Aussagen sehr brisant sind, dass es Debatten geben wird und es in irgendeiner Form Folgen haben muss.“ (dts Nachrichtenagentur)

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15 Kommentare auf "„Spiegel“-Redakteur verteidigt Veröffentlichung von Strache-Video"

  1. qanon sagt:

    Da wird der Spiegel nun 2 Millionen neue Abonnenten hinzugewonnen haben? Jan Böhmermann soll da mit drin stecken. Da ist meine GEZ Zwangs-Wohnungssteuer Bestens investiert.

    • eliza doolittle sagt:

      2 Millionen neue Abonnenten hinzugewonnen …

      strohfeuer, außer er hat noch mehr auf lager aber auch dann ist irgendwann schluss.

      gruß!

  2. Magnetmensch sagt:

    Interessant dürfte die Frage sein, wer den Zeitpunkt der Veröffentlichung gesteuert hat.
    Wäre das Video zeitnah veröffentlicht worden, wäre die Wahl zum Nationalrat in Österreich 2017 wohl anders ausgegangen.

    • eliza doolittle sagt:

      Epochtimes

      Meinung » Gastkommentar
      Der Ibiza-Skandal: Eine gezielt gelegte Bombe
      Von Wolfgang Eggert / Gastautor18. Mai 2019 Aktualisiert

      • Tobi sagt:

        Im Jahre 2012 beschrieb ein Schweizer Gericht in einem Urteil über öffentliche Herabsetzung (Art. 261bis Abs. 4 StGB) von Juden, welches die Verbreitung einiger geschichstrevisionistischer und judenfeindlicher Bücher über das Internet zum Gegenstand hatte, Eggerts Buch, „Im Namen Gottes: Israels Geheimvatikan als Vollstrecker biblischer Prophetie“, als „mehrere antisemitische Passagen und Aussagen“ enthaltend.

        • qanon sagt:

          Wie will man ein Buch über Juden schreiben und über das Thema ohne als Antisemit rüberzukommen?
          Man kann schreiben was man will, sobald es kritisch ist, ist es antisemitisch.

          • eliza doolittle sagt:

            ja, qanon, und ausgerechnet ein linker regt sich darüber auf.

            im übrigen: was hat der gastbeitrag von herrn eggert zum thema „ibiza“ mit einem kritischen(?) buch – ich kenne es nicht – über juden zu tun?

            lieben gruß und danke!

            ‘I was only child’:
            Russian oligarch denies links to woman in epicenter of Austrian leak scandal
            Published time: 19 May, 2019
            rt com

            As the story unfolds, Makarov’s company is now “using all lawful means to establish who was behind the illegal use of [his] name.”

    • Tobi sagt:

      Besser vor der Europawahl, als danach.

  3. Diego sagt:

    Allein die Tatsache, dass sich eine Deutsche Zeitung in ausländische Politik einmischt ist ein absolutes NoGo. Wenn, dann hätte man das Video an die Österreichische Regierung oder die Story zumindest an eine Österreichische Zeitung verkaufen können.

    So spielt die Regierung mit den von ihr gesteuerten Medien Weltpolizei und mischt sich in Angelegenheiten ein, die sie nichts angeht….

  4. eliza doolittle sagt:

    Allein die Tatsache, dass sich eine Deutsche Zeitung in ausländische Politik einmischt ist ein absolutes NoGo ..

    genauso ist es, diego. auch der rest ihres kommentars auf den punkt.
    danke.

    • Helmut Hebeisen sagt:

      Hey Else, es ist eher ein NoGo, dass du Menschenrechte mit Füßen trittst und weiter mit deinen Postings für Ausgrenzung sorgst.

      • qanon sagt:

        Als wir Kinder waren mussten wir immer bei Feiern am Kindertisch sitzen. U.a. weil das Benehmen und die Manieren offensichtlich/scheinbar nicht so ausgeprägt waren.

        Hebeisen, müssen sie am Senioren oder Senilentisch sitzen, wenn sie irgendwo hinkommen?
        Hat ihnen niemand Benimm beigebracht?
        Warum duzen sie alle wie ein Sauhirt jeden duzt?
        Wo tritt eliza die Menscherechte mit ihren Füßen?
        Was hat ihr Beitrag mit dem Artikel zu tun?

        Zum Selbigen: Die Kuriositäten werden an Schnelligkeit und Schlagzahl zunehmen. Das System stemmt sich gegen den Untergang.

        • eliza doolittle sagt:

          hallo qanon,

          noch einmal die taubenparabel -> wikimania

          «Mit … Menschen zu streiten, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.»

          lieben gruß !