SPD-Generalsekretär schlägt Grundeinkommensjahr vor

7. November 2018 | 5 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Lars Klingbeil
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil will Beschäftigten mehr Zeit für Erholung, Weiterbildung und Umorientierung verschaffen.

„Ein Grundeinkommensjahr würde Arbeitnehmern Zeit zurückgeben für Dinge, die sie neben der Arbeit nicht schaffen“, sagte Klingbeil „Zeit-Online“.

Klingbeil schlägt dafür ein Modell vor, demzufolge jeder Angestellte mit jedem Arbeitsjahr Anspruch auf eine bezahlte Auszeit von einem Monat erwerben würde. „Nach sechs Jahren könnte man ein halbes Jahr und nach zwölf Jahren ein ganzes Jahr aussetzen“, sagte Klingbeil.

„Die Beschäftigten würden in dieser Zeit jeden Monat tausend Euro netto bekommen.“ Die Krankenversicherung solle der Staat übernehmen, Steuern fielen keine an.

Ein generelles Grundeinkommen, wie es auch von Teilen der SPD gefordert wird, lehnt Klingbeil hingegen ab. „Ich bin davon überzeugt, dass Arbeit einen ganz zentralen Wert hat. Arbeit stiftet Identität, Selbstwertgefühl und hält unsere Gesellschaft zusammen“, sagte er. „Deshalb ist das Grundeinkommensjahr daran gekoppelt, dass jemand arbeitet.“

Im Grundeinkommensjahr sieht Klingbeil auch eine Antwort auf die Umbrüche am Arbeitsmarkt, die die Digitalisierung mit sich bringt. „Die SPD kann nur stark sein, wenn sie ein Bild für die Gesellschaft von morgen hat“, sagte Klingbeil. Das Modell soll auch beim Debattencamp der SPD am kommenden Wochenende diskutiert werden. (dts Nachrichtenagentur)

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5 Kommentare auf "SPD-Generalsekretär schlägt Grundeinkommensjahr vor"

  1. Giftzwockel sagt:

    Das ist ja wohl ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich mit prekären Arbeitsverhältnissen über Wasser halten müssen und in deren Folge keine oder nur eine geringe Rente bekommen (werden).

    Mit solchen „Ideen“ kommt die SPD ganz sicher nicht aus dem Morast!

  2. Familienvater sagt:

    Arbeiter aufgepasst, die SPD-Abgeordneten wollen euch an der Beute beteiligen, die sie schon seit Jahr und Tag leistungslos einsacken.
    Das ist doch nett von diesen Leuten, die niemals ihr Brot verdienen mussten und es auch nicht könnten.

  3. qanon sagt:

    Das Geld anderer Leute gibt sich immer leichter aus als das eigene. Wenn man gar nicht weiß wie man durch eigene Leistung zu etwas im Leben kommt dann wird man eben Politiker.

    Die Partei ist dabei egal, wobei CDUSPD eher an die Fleischtöpfe kommen als Randsplittergruppen wie AfD und Linke.

  4. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Götz Werner, Gründer und ehemaliger Chef der Drogeriemarktkette dm, gilt übrigens als großer Freund des „bedingungslosen“ Grundeinkommens.

    Er hätte es in der einen oder anderen Form locker in seinem Unternehmen einführen können.

    Allerdings gibt es exakt einen Grund, warum er dies nicht tat.

  5. Steuerzahler sagt:

    SPD. Sind das nicht die, die ihre Hände in den Taschen Anderer haben? Natürlich lassen sich damit Geschenke machen. Erst recht vor den Wahlen. Vor den letzten Wahlen wollte Frau Nahles die „Generation Praktikum“ besser entlohnen. Wollte sie – hat sie aber nicht. Noch nicht einmal in ihrer eigenen Partei! Auch die Grünen Mindestlohnbefürworter füttern in Thüringen ihre Praktikanten mit 1,90€ pro Stunde fett. Sozial waren die Sozialisten schon immer nur zu sich selbst. Aktuell fehlen einige Millionen in der SPD-Parteikasse trotz Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutscher Verlagsanstalt, RND… und 217 Mill.Euro Vermögen (Umsatzrückgang weil: ihre als Tageszeitungen getarnten Propagandablätter will keiner mehr lesen) da muß man sich bei den Geschenken schon besonders anstrengen, gell!

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