Montag 12.Oktober 2026

SPD fordert Unterstützung für queere Muslime nach CSD-Anschlag

27. Juli 2026 | Kategorie: Nachrichten, Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin fordert die SPD-Bundestagsfraktion einen differenzierten Blick auf den Islam und Unterstützung für queere Muslime.

Der stellvertretende queerpolitische Sprecher der Fraktion, Sebastian Roloff, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Queere Muslime standen am Samstag mit in dieser Menge. Sie werden von Islamisten bedroht und danach pauschal in Mithaftung genommen.“

Darüber hinaus sagte der SPD-Sprecher: „Was diese Tat zusätzlich so bitter macht: Queere Menschen werden nach solchen Anschlägen zum Argument gemacht – von Leuten, die uns sonst nie geschützt haben. Von denen, die gleiche Rechte immer abgelehnt haben und die im Wahlkampf gegen `Gender-Ideologie` ziehen. Wir sind nicht eure Kronzeugen.“

Es sei traurig, dass CSDs schon seit einiger Zeit gesichert werden müssen, so Roloff. „Der CSD in Berlin war gesichert – die Tat geschah außerhalb. Der große CSD hat einen Polizeiring. Der CSD in kleineren Orten hat den nicht, dafür Neonazis am Straßenrand.“

Samstag sei ein Attentat auf einen Ort verübt worden, weil Menschen dort gefeiert haben, wer sie sind, und für gleiche Rechte demonstriert haben, sagte Roloff den Funke-Zeitungen. „Unsere Gedanken sind bei der getöteten Frau, bei ihren Angehörigen und bei den zahlreichen Verletzten.“ (dts Nachrichtenagentur)

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