Sonntag 6.September 2026

Sonnenfinsternis 2026: Die wichtigsten Infos zum Himmelsereignis auf einen Blick – und wo man sie in der Pfalz besonders gut sieht

12. August 2026 | Kategorie: Regional, Regional, Rheinland-Pfalz

Sonnenfinsternis
Symbolfoto Sima Ghaffarzadeh bei pixabay

Pfalz. Am 12. August 2026 richtet sich der Blick in ganz Europa nach oben: Während in Nordspanien und Teilen Islands eine totale Sonnenfinsternis zu erleben ist, wird die Sonne in Deutschland je nach Region zu bis zu 89 Prozent vom Mond bedeckt – die stärkste partielle Sonnenfinsternis seit 1999.

In der Pfalz und im übrigen Rheinland-Pfalz erreicht die Bedeckung rund 88 bis 89 Prozent. Ein ähnlich hoher Wert wird hierzulande erst wieder in vielen Jahrzehnten erwartet.

Seltenes Himmelsereignis – und ein Doppelpack

Eine totale Sonnenfinsternis gehört zu den eindrucksvollsten Naturereignissen überhaupt. Deutschland liegt zwar außerhalb der Totalitätszone, erlebt aber dennoch eine außergewöhnlich tiefe partielle Finsternis. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und lässt sie zu einer schmalen Sichel werden. Weil das Maximum kurz vor oder um den Sonnenuntergang stattfindet, geht die Sonne in vielen Regionen noch teilverfinstert unter – ein besonders stimmungsvolles Bild.

Ein weiterer Höhepunkt: In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihr Maximum. Da die Sonnenfinsternis bei Neumond stattfindet, sind die Bedingungen für den Meteorschauer besonders günstig. Ohne störendes Mondlicht können bei klarem Himmel unter idealen Bedingungen Dutzende Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein – die besten Beobachtungszeiten liegen nach Mitternacht.

Zeiten und Ablauf in der Pfalz

Heute, am 12. August, fällt der Sonnenuntergang mit einer partiellen Sonnenfinsternis zusammen: Der Mond schiebt sich ab circa 19.15 Uhr (je nach genauer Lage etwas später, in Kaiserslautern etwa ab 19.21 Uhr) vor die Sonne.

Das Maximum wird gegen 20.15 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt sind rund 89 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt, und die Sonne steht nur noch etwa fünf Grad über dem Horizont – als schmale Sichel.

In der Pfalz geht die Sonne dann gegen 20.50–20.55 Uhr unter, während die Finsternis noch andauert. Der spannendste Zeitraum liegt ungefähr zwischen 20.00 und 20.30 Uhr.

Wichtig: Die Sonne steht bereits tief im West- bis Nordwesten. Es sollte kein Haus, kein Baum, nicht mal ein Strauch und keine Hügelkette im Weg sein. Die besten Beobachtungsorte in der PfalzIn der Pfalz lässt sich dieses Phänomen an verschiedenen Orten gut beobachten. Allerdings passiert dies erst, wenn die Sonne bereits tief am Horizont steht. In der Rheinebene sollte man einen Platz nah am Fluss suchen, damit der Pfälzerwald die Sicht nicht versperrt.

Alternativ eignen sich auch viele Felder mit freier Sicht sowie alle Plätze, die hoch genug liegen – wie beispielsweise der Grünstadter Berg im Leiningerland.

Weitere gute Möglichkeiten:

  • Offene Höhenlagen und Aussichtspunkte im Pfälzerwald (z. B. Bereiche um die Kalmit bei Maikammer)
  • Erhöhte Standorte im Leiningerland und rund um Grünstadt
  • Die Umgebung der Sternwarte in Zweibrücken (dort gibt es teilweise öffentliche Beobachtungsmöglichkeiten)
  • Freie Wiesen und Höhen im Westen der Pfalz, etwa im Bereich Kaiserslautern/Schmalenberg oder im Pfälzer Bergland

Wer einen konkreten Platz im Auge hat, sollte idealerweise vorher prüfen, ob gegen 20 Uhr tatsächlich freie Sicht nach West-Nordwest besteht. Erhöhte Standorte sind klar im Vorteil.

Sicherheit geht vor

Niemals ohne Schutz in die Sonne blicken – auch nicht bei starker Bedeckung! Nur geprüfte Sonnenfinsternisbrillen oder geeignete Filter schützen die Augen zuverlässig. Normale Sonnenbrillen, Rußgläser oder selbstgebaute Filter reichen nicht aus. Für Fotos sind spezielle Solarfilter nötig.

 

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