München – Horst Seehofer hat die Sitzung der CSU-Landtagsfraktion in München überstanden und bleibt vorerst Parteichef und Ministerpräsident.
„Wir wollen geschlossen in Berlin auftreten“, sagte CSU-Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer nach der Sitzung. Angeblich sei niemand in der Fraktion der Meinung gewesen, dass jetzt Personalfragen entschieden werden sollten.
Dafür sei der Parteitag Mitte November der richtige Ort. Nach Angaben von Teilnehmern hatte Seehofer in der Fraktionssitzung seine Kritiker hart attackiert, ein Ende der Personaldebatte gefordert und dafür Applaus erhalten. Mindestens drei der 101 Abgeordneten hatten vorher durchblicken lassen, Seehofers Ablösung zu fordern.
Seehofer kündigte am Mittwoch an, er wolle einen entsprechenden Vorschlag von Ex-Parteichef Erwin Huber aufgreifen und sich einer breiten Diskussion mit der eigenen Parteibasis stellen. Am Morgen war Seehofer sichtlich angefressen zur Sitzung der CSU-Landtagsfraktion erschienen.
„Der Schaden ist schon entstanden, der ist nicht mehr auszuradieren“, sagte Seehofer vor Beginn der Sitzung. „Die letzten zwei Tage waren eine Belastung für die CSU. Das kann man nicht wegdiskutieren.“
Spätestens zum CSU-Landesparteitag am 17. und 18. November in Nürnberg dürfte der Machtkampf in der CSU nun entschieden werden. Im Herbst 2018 stehen in Bayern Landtagswahlen an. (dts Nachrichtenagentur)

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