Sonntag, 20. Oktober 2019

Saarstraße in Kandel: „Wir saufen sowieso schon ab“ – Bauherren warten auf Bautermin

13. Mai 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Bebauungsabschitt Saarstraße

Kandel – „Wir saufen ja sowieso schon ab“, sagte ein Anwohner der Saarstraße bei der letzten öffentlichen Stadtratssitzung Anfang Mai. Am besten mache man ein großes Schwimmbad und leite alles Oberflächenwasser da hinein.

Damit sprach der Bürger in drastischen Worten ein Problem an, das Verwaltung und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd seit geraumer Zeit miteinander ringen lässt.

Die Bebauung in der Saarstraße war schon öfter Diskussionspunkt. Bauwillige monieren, dass kein konkreter Startzeitpunkt genannt werden kann. Grund dafür ist die Veränderungssperre bei der Planung, die noch bis Ende Juni gilt. In einer früheren Sitzung wurde der Zeitpunkt zum Aufheben der Sperre auf Ende Mai benannt.

Nach wie vor gilt aber: Die Bebauung wird auf nur eine Gebäudereihe begrenzt. Ein weiteres Spezifikum: Fereienwohnung seien generell nicht zulässig, sagte Stadtbürgermeister Günther Tielebörger. Wenn jedoch jemand seine Wohnung als Ferienwohnung vermiete, ginge es aber doch. Nach wie vor gilt momentan noch die Recheneinheit: Zwölf Wohneinheiten auf maximal 2.000 Quadratmetern.

Damit diese nicht bei Starkregen untergehen, müssen die Anwohner selbst für Wasserschutz sorgen. Auf den versiegelten Flächen kann Regenwasser nicht versickern. Deshalb müssen drei Kubikmeter Retensionsvolumen pro 100 Quadratmeter geschaffen werden. Den Bau der Zisternen will die Verwaltung im Auge behalten.

Wasserproblem auch bei K2

Auch im Nebaugebiet K2 müssen die Pläne neu ausgelegt werden. Grund ist ebenfalls das Problem des Oberflächenwassers, aber auch weitere Baugrundstücke sollen ausgewiesen werden. Im nördlichen Bereich solle eine 2.000 Kubikmeter große Rückhaltemulde entstehen, sagte ein Verteter des Planungsbüros WSW.

Im südlichen Raum soll es einen Staukanal, eine Speicheranlage und ebenfalls eine Mulde geben. Die Berechnungen seien sowohl in der Saarstraße als auch im K2 auf ein zwanzigjähriges, nicht aber auf ein hundertjähriges Wasserereignis ausgelegt, sagte Verbandsbürgermeister Volker Poß. (cli)

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