Montag, 20. Mai 2024

Rheinhochwasser: Pegel fallen – Deichwachen werden beendet – Hochwassertouristen unterwegs

Landrat und Kreisfeuerwehrinspekteur danken allen Einsatzkräfte

6. Februar 2021 | Kategorie: Kreis Germersheim

Foto: Pfalz-Express

Kreis Germersheim – Die Pegel am Rhein fallen, daher wurden die Deichwachen im Landkreis Germersheim im Lauf des Samstagvormittags eingestellt. Lediglich Germersheim und Lingenfeld beenden ihre Wachen erst morgen.

Den höchsten Pegel erreichte das Hochwasser des Rheins am Sonntag, 31. Januar, mit 8,51 Metern bei Pegel Maxau.

Seit dem 29. Januar 2021 waren Feuerwehren im Einsatz. „Ihnen danke ich für ihr Engagement und enormen Einsatz. Tag und Nacht waren sie bei Kälte und Regen unterwegs und haben u.a. die Dämme überwacht“, berichtet Landrat Dr. Fritz Brechtel. Im Großen und Ganzen habe man wieder Glück gehabt –  alle Maßnahmen, die vor dem heranrollenden Hochwasser schützen sollen, hätten gewirkt. „Lediglich ein paar kleine Sickerstellen sind aufgetreten, die aber keine Gefahr für Menschen darstellten.“

Zur Überwachung des steigenden Hochwassers wurden auch Drohnen eingesetzt, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Mike Schönlaub . Es habe sich gezeigt, dass die Technik Vorteile bringe, insbesondere um mögliche Gefahren- oder Schwachstellen zu erkennen und die Gesamtsituation besser zu überblicken. „Man kann stolz darauf sein, so eine Truppe führen zu dürfen. Es erfordert viel Disziplin und Gemeinsinn, diese Aufgaben zuverlässig zu übernehmen“, so Schönlaub.

Große Sorgen macht Brechtel und Schönlaub allerdings der Katastrophentourismus: „Es ist erschreckenden, wie blauäugig manche Menschen sich und teilweise ihre Kinder in Gefahr bringen. Die Dämme weichen bei Hochwasser durch, sind rutschig und werden instabil. Außerdem hat der Rhein auch in den Randbereichen des Hochwassers eine enorme Fließkraft. Für all künftigen Hochwasser appellieren wir nochmals an alle, die gesamten Deich- und Überschwemmungsbereiche zu meiden, um sich nicht in Gefahr zu bringen und mögliche Einsätze nicht zu behindern.“

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