
Die „Roten Husaren“ der Freiwilligen Feuerwehr Rülzheim spielten den Großen Zapfenstreich, umrahmt von 200 Fackelträgern.
Foto: Pfalz-Express/Licht
Germersheim – Mit einem Großen Zapfenstreich ist am Samstagabend das Jubiläumsjahr „200 Jahre Landkreis Germersheim“ zu Ende gegangen.
Gefeiert wurde aber den ganzen Tag über – mit einem Weißwurstfrühstück und dem „Seniorenorchester Germersheim“ am Morgen, Schlagerstar Markus Becker am Nachmittag und der Band „Brass Machine“ am Abend im Festzelt.
Für Kinder gab es ein buntes Mitmachprogramm am und im Bürgerhaus, das Feuerwehren und Hilfsorganisationen organisiert und betreut hatten.
200 Fackelträger für 200 Jahre
Am Abend wurde es dann richtig feierlich: Rund um den Festungsgraben stellten sich 200 Fackelträger auf. Kommandiert wurde der Große Zapfenstreich von Kreisfeuerwehrinspekteur Mike Schönlaub, abgenommen von Landrat Dr. Fritz Brechtel.
Der Musikzug „Rote Husaren“ der Freiwilligen Feuerwehr Rülzheim spielte verschiedene Märsche, das als Gebet fungierende Stück „Ich bete an die Kraft der Liebe“ und die Nationalhymne – vor der grandiosen Kulisse der Festung eine beeindruckende Zeremonie.
„Ein würdiger Abschluss und Höhepunkt für ein sehr gutes Jahr“, sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel dem Pfalz-Express. Viele Orte, Vereine und Menschen hätten sich an den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr beteiligt und sich eingebracht. Das zeige, wie weltoffen der Landkreis Germersheim sei. (cli)

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Auch ich war beim großen Zapfenstreich am Rand des Festungsgrabens. Toll inszeniert und ein großartiges Schauspiel für Augen und Ohren. Vorher wurde die Zeremonie und ihren geschichtlichen Hintergrund durch einen Sprecher sehr gut und deutlich hörbar erläutert. Was mich allerdings maßlos enttäuschte war die Tatsache, daß trotz Aufforderung des Sprechers die Nationalhymne mitzusingen dieser Aufforderung nur sehr vereinzelt nachgekommen wurde. Auch die vorwurfsvollen Blicke der um mich stehenden „Nichtsänger“ ob meines Drangs dieser Nation die ihr selbstverständlich gebührende Ehre zu erweisen, machten mich traurig und wütend zugleich. Entweder kennen die Germersheimer den Text des Deutschlandliedes nicht oder sie schämen sich mitzusingen. Beides ist eine Schande.
Tja lieber Steuerzahler. So langsam gehen dem einen oder anderen zu diversen Anlässen mit nationalem Hintergrund in der Öffentlichkeit die Augen und Ohren auf. Wir haben sie doch schon, die steinigende Blicke und verbale Peitschenhieben, wenn man sich plötzlich konträr zur gefolgsamen Masse gegenübersteht. Sieht ganz so aus als müssten sich diejenigen die schon länger hier leben, mit hrem MP-3 Player und der deutschen Nationalhymne in Ihrem Keller verkriechen um nicht auf’s Schärfste von „der stillen Begegnung“ begrängend angeklotzt zu werden. Womöglich befindet sich auch die deutsche Flagge, die Frau Merkel dem Herrn Gröhe auf der Bühne unter laufender Kamera entwendet hat, im Keller.
@Konzertmeisterin
Leider haben Sie in allen Punkten recht.