Montag, 24. Februar 2020

Abschluss des SÜW-Jubiläumsjahres: Feierlicher, Großer Zapfenstreich nach der Kreistagssitzung [mit Video]

17. Dezember 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional

Fotos (auch Galerie): Rolf H. Epple

Herxheim. Nach der Sitzung des Kreistags des Landkreises Südliche Weinstraße fand am 16. Dezember der große Zapfenstreich auf dem Festplatz hinter der Festhalle statt.

Landrat Dietmar Seefeldt und die Kreisbeigeordneten Kern, Wagenführer und Teichmann verfolgten die Zeremonie von einem Podest aus, umringt von den Zuschauern, die sich an der Absperrung rund um den großen Platz eingefunden hatten.

Geschätzt zirka 500 Personen waren gekommen, einige sogar aus Karlsruhe und Umgebung. Die feierliche Stimmung gefällt und manche reisen den Veranstaltungen zum Großen Zapfenstreich regelrecht hinterher.

Mit 49 Veranstaltungen habe der Landkreis sein 50-jähriges Bestehen gefeiert – die 50., der Zapfenstreich, bilde nun den Abschluss des Jubiläumsjahres des Landkreises Südliche Weinstraße, so Seefeldt. Man habe das ganze Jahr eindrucksvoll gezeigt, was den Landkreis SÜW ausmache: „Wir haben Kultur, wir haben Wald und wir haben Wein, kurz: Wir sind stolz auf unsere SÜW!“

Der Große Zapfenstreich sei eine feierliche Zeremonie mit langer Tradition, deren Anfänge bis ins 16. Jahrhundert zurück reichten, erläuterte Seefeldt den Sinn der Veranstaltung, die heute noch insbesondere zur Ehrung von Persönlichkeiten, bei Gelöbnissen und eben auch bei Jubiläen abgehalten wird.

„Damals gab ein Truppenführer in Gasthöfen mit einem Streich auf die Zapfen der Getränkefässer den Beginn der Nachtruhe bekannt, daher der Name Zapfenstreich. Danach durfte nicht mehr an die Soldaten ausgeschenkt werden“, so Seefeldt weiter.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieses Signal durch Trompeten-, Flöten und Trommelspiel musikalisch angereichert. Während der Freiheitskriege 1813 habe der Brauch zeremonielle Bedeutung bekommen. Die heute noch geltende Form mit Aufmarsch und Musik wurde erstmals 1838 in Berlin aufgeführt. Sie besteht aus einem „Locken“ der Spielleute, dem Auftritt des Musikkorps und der berittenen Truppen, einem Gebet und dem Abspielen der Nationalhymne.

Berittene Kavallerie war zwar nicht dabei, aber die Bundespolizei aus Bad Bergzabern, sowie der Fanfarenzug „Die Trifelsherolde“ Annweiler und der Spielmannszug Schaidt verbreiteten eine feierliche Stimmung, die Jeden beeindruckte, der es sah. Besonders schön war der Einzug mit Fackeln der Bundespolizei.

Nach den Musikstücken der Serenade (Le petit Chasseur, der Reiter von Sedan und What now my love) wandte sich Seefeldt an die Zuhörer, bat um Ruhe und darum, dass erst nach der Nationalhymne applaudiert werden solle.

Seefeldt dankte nach dem Zapfenstreich auch der Herxheimer Feuerwehr, dem Verpflegungstrupp der Südlichen Weinstraße sowie der Verbandsgemeinde Herxheim für die Unterstützung der Veranstaltung. (desa)

Foto: Rolf H. Epple

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