
In Deggendorf: Dietmar Seefeldt, Mike Schönlaub, Andreas Back, Uwe Keller, Heiner Butz, Landrat Brechtel (v.li.).
Kreis Germersheim – Lernen aus den Erfahrungen anderer war das Ziel einer Informationsfahrt von Vertretern der Katastrophenschutzeinheiten und der Kreisverwaltung Germersheim ins bayerische Deggendorf.
Im Jahr 2013 hatte die Region mit katastrophalem, bisher nicht erlebtem Hochwasser zu kämpfen. Die Wassermassen aus Donau und Isar ließen Deiche brechen, ganze Dörfer und Stadtteile waren bis in die ersten Obergeschosse überflutet, Autobahnen und Verbindungsstraßen überschwemmt. Evakuierungen, Rettungsaktionen und Helfer mussten koordiniert werden.
„Kollegen der Verwaltung und des Katastrophenschutzes, auch Landrat Christian Bernreiter, haben uns das Ausmaß, die Chronologie der Geschehnisse und die Folgen überaus deutlich vor Augen geführt“, berichtet Landrat Dr. Fritz Brechtel. „Und so schrecklich die Ereignisse waren, wir dürfen von deren Erfahrungen profitieren. Das ist für uns überaus wertvoll. Wir kämpfen schließlich immer wieder mit Hochwasser und egal in welchem Ausmaß dieses bei uns ankommt – der Schutz der Menschen ist dabei unsere zentrale Aufgabe.“
Kollegen der Wasserwirtschaft und des Katastrophenschutzes berichteten vom Ablauf der Hilfe- und Schutzmaßnahmen, über das Herangehen und das Miteinander der Einheiten. Andreas Back (DLRG), Heiner Butz (DRK), Uwe Keller (THW) und Kreisfeuerwehrinspekteur Mike Schönlaub führten mit ihnen Gespräche zum fachlichen Austausch.
Nachdem die Katastrophe in Deggendorf überstanden war, nahmen alle Beteiligten auch die Punkte unter die Lupe, die noch zu verbessern waren. Die Deiche an Donau und Isar wurden zügig ertüchtigt. Vor Ort veranschaulichten die Fachleute die Maßnahmen zu Hochwasserschutz. Alle Hinweise nahmen die Germersheimer dankend auf.
„Insgesamt muss man sehen, dass wir gut aufgestellt sind“, war der einhellige Tenor der Katastrophenschützer am Ende der Informationsfahrt. Die Informationen aus Deggendorf wollen sie aber für den Landkreis Germersheim auswerten und gegebenenfalls nachsteuern. „
Für Hinweise und Anregungen unserer Fachleute, was wir zum Schutz der Menschen ergänzen oder verbessern können, bin ich immer dankbar“, so Landrat Brechtel. (red)

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