Mittwoch 15.Juli 2026

Rhein-Pfalz-Kreis: Veterinäramt warnt Kaninchenhalter nach Ausbruch der Chinaseuche

8. Juli 2026 | Kategorie: Ratgeber, Rhein-Pfalz-Kreis, Tiere

Foto: Pfalz-Express

Rhein-Pfalz-Kreis – Nachdem Ende Juni in Ludwigshafen bei einem Kaninchen die als Chinaseuche bekannte Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) nachgewiesen wurde, ruft das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises alle Kaninchenhalter zu besonderer Vorsicht auf. Die hochansteckende Viruserkrankung verläuft in den meisten Fällen tödlich.

Um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern, empfiehlt das Veterinäramt, Kontakte zwischen verschiedenen Kaninchenbeständen möglichst zu vermeiden. Auch Futtermittel, Einstreu, Transportboxen, Käfige oder andere Gegenstände sollten derzeit nicht zwischen verschiedenen Haltungen ausgetauscht werden.

Hygiene und Impfschutz wichtig

Kaninchenhalter sollten zudem kein Grünfutter oder Heu von Flächen verfüttern, auf denen Wildkaninchen unterwegs gewesen sein könnten. Nach jedem Kontakt mit Kaninchen empfiehlt das Veterinäramt, Hände, Schuhe und benutzte Geräte gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Neu aufgenommene Tiere sollten zunächst getrennt vom bestehenden Bestand gehalten werden. Bei plötzlichen Todesfällen oder Krankheitsanzeichen sollten Tierhalter umgehend einen Tierarzt oder das Veterinäramt informieren.

Das Veterinäramt weist außerdem darauf hin, dass ältere Impfstoffe gegen den klassischen Erregertyp nur eingeschränkt gegen die derzeit verbreitete Virusvariante RHDV-2 schützen. Für einen umfassenden Schutz werde deshalb eine Impfung gegen beide Virusvarianten empfohlen. Dafür steht inzwischen ein entsprechender Kombinationsimpfstoff zur Verfügung.

Virus befällt nur Kaninchen

Die Rabbit Haemorrhagic Disease ist eine meldepflichtige Tierseuche, die ausschließlich Haus- und Wildkaninchen befällt. In betroffenen Beständen können innerhalb kurzer Zeit bis zu 90 Prozent der Tiere verenden. Das Virus wird nicht nur durch direkten Kontakt zwischen Kaninchen übertragen, sondern auch über Futter, Kleidung, Schuhe, Transportkisten, Geräte oder Fluginsekten.

Für Menschen und andere Haustiere stellt die Chinaseuche keine Gefahr dar.

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